Beiträge vom März, 2011

Konfliktprävention in Schulklassen – durch gezielte Entspannungsphasen

Montag, 28. März 2011 5:52

Eine Gruppe entwickelt sich und durchläuft verschiedene Gruppenphasen. Ein Gruppenprozess besteht aus einer Reihenfolge gleich langer oder unterschiedlich langer Arbeitsphasen. In einer Schulklasse besteht eine Arbeitsphase aus 45 oder 90 Minuten. In Arbeitsprozessen mit Erwachsenen sind 90 Minuten eine übliche Einheit. Nach einer Phase der Arbeit und der Anspannung folgt eine Phasen des Luftholens, eine Phase der Entspannung.

Die Lernphasen werden meist ganz intensiv geplant, die Entspannungsphasen werden den TeilnehmerInnen zur freien Verfügung überlassen. Mitunter macht es Sinn, die Phase der Entspannung gezielt zu gestalten. Dadurch gelangt eine Gruppe einerseits gut in eine neue Arbeitsphase hinein und sie kann andererseits meist auch nach einer kurzen Entspannungsübung gezielter und konzentriert weiter arbeiten.

Zur Phase der Entspannung gibt es Energizer, die die Gruppenenergie putschen. Es gibt jedoch auch Entspannungsgeschichten und Entspannungsspiele, die Erholungspausen für Körper und Geist versprechen und einem hektischen und stressbeladenen Alltag vorbeugen.

Im Don Bosco Verlag gibt es jetzt 50 Spiele für 100 % Entspannung (Buchpreis 5 €). Rosemarie Portmann stellt in diesem kleinen Büchlein Spiele vor zum Stillwerden und Stillsein, zum Spüren von Körper und Seele, zum Besinnen und Nachsinnen, zum Auspowern und Abschlaffen sowie zum Ablachen und Lockerwerden. Diese praktische Sammlung von Spielen (manche PädagogInnen ziehen den Begriff der Übungen vor) ist wie geschaffen für den KiTa-Bereich sowie die Klassenstufen eins bis vier. Ich selber habe bereits mit vielen Grundschulklassen gearbeitet und festgestellt, dass jede Klasse nach einer Weile ihre Lieblingsübung hat, die sie immer wieder wiederholen möchte.

Die Übung Nr. 14 aus dem Buch der Entspannungsspiele hat es mir besonders angetan. Ich werde sie bei nächster Gelegenheit mit einer Kindergruppe gerne durchführen, und vielleicht versuchen Sie es auch einmal. Die Übung „Leicht gemacht“ erinnert an die erste Stufe im Autogenen Training, denn sie ist eine „Schwereübung“:

„Du bist auf einer Wanderung. Du trägst einen schweren Rucksack. Der Rucksack drückt. Dein Rücken wird ganz krumm. Du stöhnst unter der Last. Du trägst schwere Stiefel. Deine Schritte sind schwer. Deine Knie lassen sich nur langsam heben, erst das linke, dann das rechte. Du bleibst stehen. Du bückst dich und setzt den Rucksack ab. Du reckst und streckst dich. Dein Rücken wird gerade. Du bückst dich wieder. Du ziehst die Schuhe aus, erst den linken, dann den rechten Schuh. Du schüttelst das linke Bein aus. Du schüttelst das rechte Bein aus. Du gehst ein Stück. Du gehst leicht und mit großen Schritten.“ (Portmann, Rosemarie: Die 50 besten Entspannungsspiele. München: Don Bosco 8. Aufl. 2010, S. 26 f.)

Die Übung kann eine Vorübung zum Autogenen Training sein, sie kann aber auch für sich stehen. An dieser Stelle kann sich eine „Wärmeübung“ anschließen, die Entspannung kann jedoch auch nach dieser kurzen Episode bereits beendet werden. Es kann sich eine Reflektion anschließen oder das Arbeiten wortlos weitergehen. Als Pädagogin / als Pädagoge entscheiden Sie (evtl. zusammen mit der Gruppe), was gut tut.

Ich wünsche Ihnen alles Gute für gezielte Entspannungsphasen !!

Christa D. Schäfer

Thema: Konfliktprävention, Literaturempfehlungen, Soziales Lernen, Unterrichtsstörungen | Kommentare (0) | Autor:

Gruppenentwicklung und Kennenlernübungen

Montag, 21. März 2011 5:50

Eine Gruppe besteht aus mindestens drei Personen, die in unmittelbarer Beziehung zueinander stehen. Auch eine Schulklasse ist eine Soziale Gruppe. Sie kommt zunächst nur locker miteinander in Kontakt, tritt dann aber intensiv in den Austausch und in Verbindung miteinander. Eine Schulklasse ist zudem ein dynamisches System, denn in jedem Intragruppen-Konflikt müssen Standpunkte geklärt, Konflikte gelöst und neue Spielregeln ausgehandelt werden. In einer Schulklasse kommen mitunter Schüler dazu und es gehen andere Schüler weg, so dass sich das Gefüge in der Gruppe auch mitten im Schuljahr verändern kann.

Eine Gruppe entwickelt sich. Sie ist zunächst nur ein loser Verbund, in der jedes Gruppenmitglied vorsichtig die anderen Gruppenmitglieder betrachtet, dann werden die Beziehungen untereinander fester und am Schluss steht dann irgendwann die Auflösung der Gruppe und die Trennung. Jede Klassenlehrerin, jeder Gruppenleiter kennt diese Entwicklung.

Nach Bruce Tuckman (1965) gliedert sich der Entwicklungsprozess einer Gruppe in fünf Phasen:

  1. Orientierungsphase (forming)
  2. Konfrontationsphase (storming)
  3. Kooperationsphase (norming)
  4. Wachstumsphase (performing)
  5. Auflösungsphase (adjourning)

In der ersten Phase findet das Kennenlernen zwischen den Gruppenmitgliedern statt. Alle Mitglieder sind noch „vorsichtig“ und schauen, wo sie ihren Platz in der Gruppe finden. In der zweiten Phase werden Machtkämpfe ausgetragen und vielfältige Konflikte gelöst, es findet der Kampf um die informelle Führung statt. Nach gelungener Bewältigung dieser Phase folgt die dritte Phase, die Kooperationsphase, in der das Team zusammen wächst, und in der erstmals gut und intensiv miteinander gearbeitet werden kann. Die vierte Phase führt durch eine gelungene Kooperation der Gruppenmitglieder zu einer hohen Arbeitseffektivität; es herrscht eine hohe Gruppenkohäsion und eine hohe Arbeitsmotivation. Die fünfte und letzte Phase führt zur Trennung der Gruppenmitglieder und dem Auflösen der Gruppe.

In jeder Gruppenphase gibt es also eine besondere Entwicklungsaufgabe für die Gruppe. Für diejenigen, die sich intensiv der Anfangsphase widmen möchten, hat Josef Griesbeck für den Don Bosco Verlag die 50 besten Kennenlernspiele zusammengetragen. Die Spiele sind unterhaltsam und leicht anwendbar und gut für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren geeignet. Es gibt Spiele für den Erstkontakt, Spiele zum Vertrautwerden, Spiele zum Kontakte knüpfen, Spiele um ins Gespräch zu kommen und Spiele zum Festigen von Beziehungen.

Ich möchte Ihnen gerne eine Übung aus diesem Buch vorstellen, die dem Vertrautwerden miteinander dient, jedoch nicht gleich zu Anfang der Orientierungsphase durchgeführt werden sollte. Die Übung heißt Wiegekreis und bietet vielen Kindern im Grundschulbereich ein besonderes Erlebnis.

Wiegekreis

Für alle Gruppen oder Gemeinschaften gibt es Augenblicke, die gute Voraussetzungen für das Wachsen von Vertrauen und Solidarität bieten. Mit dem Wiegekries kann das beginnen.
Die Kinder stehen mit herabhängenden Armen im Kreis und zwar so, dass man sich an den Oberarmen leicht berührt. Es wird bewusst gemacht, dass jedes Kind ein Glied in der Kette ist. Auch die Spielleiterin steht mit im Kreis und erklärt: „Augen bitte nun schließen und einige Male kräftig durchatmen! Es soll bei geschlossenen Augen ein Wiegekreis hergestellt werden, der Gestalt, dass sich schließlich alle gleichzeitig hin und her bewegen.“
Die Spielleiterin kann zwischendurch die Augen öffnen und dann zum Öffnen der Augen auffordern, wenn der Wiegekreis hergestellt ist. Auf diese Weise wird das gemeinsame Wiegen nicht nur gespürt, sondern auch gesehen.
(Griesbeck, Josef: Die 50 besten Kennenlernspiele. München: Don Bosco, S. 31)

Ich habe diese Übung kürzlich mit einer vierten Klasse durchgeführt und war beeindruckt von der Intensität, mit der einige Mädchen und Jungen diese Übung durchgeführt und genossen haben. Auch Ihnen und Ihren SchülerInnen wünsche ich viel Freude bei dieser Übung.

Christa D. Schäfer

Was soziale Akzeptanz mit Angst und Aggression zu tun hat?
Auch das können Sie in diesem blog nachlesen …

Thema: Konfliktprävention, Literaturempfehlungen, Schulmediation, Soziales Lernen | Kommentare (0) | Autor:

Die Stopp-Regel-BuddYs

Montag, 14. März 2011 7:10

Stopp-Regel BuddYsder Anne-Frank-Grundschule in Berlin wurden im Februar 2011 zu Gewinnern beim buddY-Projekt des Monats !!

Das buddY-Projekt dient der Suchtprophylaxe und Gewaltprävention an Schulen. Die Stopp-Regel wurde von Thomas Grüner und Franz Hilt (siehe deren Buch im AOL Verlag) konzipiert. Sie sichert in aktuellen Situationen eines Schülerkonfliktes die Forderung eines Konfliktpartners nach Unterbrechung der jeweilig unerwünschten Handlung und verhindert so in den meisten Fällen die Eskalation eines Streits.

Wie oft wird auf dem Schulhof aus Spaß schnell Ernst. Erst wird ein wenig geschubst und Spaßkampf gespielt, dann fängt einer der beiden Kampfhähne an zu weinen und liegt am Boden. Da kann die STOPP-Regel helfen, indem nämlich derjenige, der nicht mehr weiter und stattdessen eine Grenze ziehen möchte „Stopp“ sagt. Daraufhin hat der andere Schüler die Pflicht in seinem Tun aufzuhören.

Damit dies auch gut klappt, gibt es an der Anne-Frank-Grundschule in Berlin die STOPP-buddYs. Die BuddYs unterstützen ihre MitschülerInnen bei der Um- und Durchsetzung dieser Regel. Sie verhandeln Regelverstöße und regen ihre Mitschüler zum eigenständigen Lösen ihres Konfliktes an. Wenn dies nicht zufriedenstellend gelingt, leiten sie die Kontrahenten zur Mediation weiter bzw. sorgen dafür, dass die KlassenlehrerInnen den Konflikt weiter bearbeiten. Ein Film gibt einen kurzen Einblick in dieses buddY Praxisprojekt.

Das Projekt der Stopp-Regel-buddYs wurde von Christine Spies konzipiert und wird jetzt von Birgit Breithaupt und Birgit Neumann weitergeführt. Ein Mal jährlich bewerben sich Schülerinnen und Schüler, um buddYs zu werden. Dann werden sie in einem workshop auf ihre Rolle und Tätigkeit vorbereitet und dann schließlich beginnen sie ihre Arbeit.

Die Konfliktbearbeitung wird so auf dem Schulhof der Anne-Frank-Grundschule von den Stopp-Regel-BuddYs übernommen. Die meisten Konflikte gelangen dadurch gar nicht mehr zu den PädagogInnen der Schule, sondern werden mit Unterstützung der BuddYs gelöst. Als Hüter der Stopp-Regel erhalten sie deshalb im Februar den buddY-Preis für das Projekte des Monats. Ich freue mich sehr, dass ich als buddY-Trainerin den Preis an die buddYs überreichen durfte.

Interessant fand ich in der Anne-Frank-Grundschule auch die Sprüche auf den Türen und Fenstern der Schule, die während eines Projekttages entstanden sind. So haben die Schülerinnen und Schüler der Schule jetzt Ihre Regeln zum Umgang miteinander sogar vor Augen.
Regeln in Schule Regeln an Schule Regeln in Schule

Gratulieren möchte ich an dieser Stelle auch Christine Spies, die mit ihrem neu erschienenen Buch „Wir können auch anders! Gefährlichen Entwicklungen bei Schülern vorbeugen“ für die Gewaltfreiheit in Schule einsteht.

Hoffentlich gewinnt die Stopp-Regel weiterhin viele Anhänger,
das wünscht sich Christa D. Schäfer

Falls Sie sich für BuddYs in der Berliner Oberschule interessieren …

Thema: Konfliktlösung, Konfliktmanagement, Konfliktprävention, Literaturempfehlungen, Schule in Berlin, Schulmediation | Kommentare (0) | Autor:

Teufelskreise im Schulalltag

Donnerstag, 10. März 2011 12:00

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“
(WATZLAWICK et al., 1990, S. 53)

1967 stellten Paul Watzlawick et al. diesen einfachen Satz als das erste ihrer Fünf Axiome der Kommunikation auf und beschritten damit neue Wege auf der Suche nach Lösungen von Kommunikationsproblemen. Die Erkenntnis, dass Kommunikation permanent also auch unbewusst und nonverbal stattfindet, verstehe ich als ersten Schritt mögliche Probleme überhaupt zu erkennen. Friedemann Schulz von Thun entwickelte daraufhin in den 70er Jahren das „Kommunikationsquadrat“, das besagt, dass jede Kommunikation – verbal oder nonverbal – vier Seiten hat: die Beziehungs-, die Sach-, die Appell- und die Selbstoffenbarungsebene.

Ein einfacher Satz, wie: „Du siehst aber gar nicht gut aus.“ enthält alle diese Ebenen. Zum einen, dass ich den Eindruck habe, dass mein Gegenüber nicht gut aussieht, dass ich mir Sorgen um sein Befinden mache und ich möchte ihn auffordern mir zu erzählen, was ihn bedrückt. Der Empfänger interpretiert die Aussage selbst und entscheidet danach, wie er darauf reagiert. Vielleicht hört er die Appellebene und vertraut sich mir an, er könnte aber auch empört sein über meine Einschätzung seines Aussehens und empfindlich beleidigt reagieren. Besonders wichtig ist dabei die Beziehung, die die beiden Kommunikatoren zueinander haben.

Für den Schulalltag wird schnell klar, dass eine sensible Umgangsweise mit Kommunikation hilfreich sein kann. Hunderte von Schülern und Lehrern treffen jeden Tag aufeinander. In der brisanten Situation, dass die Schüler der mehr oder weniger willkürlichen Bewertung der Lehrer ausgesetzt sind, entstehen ständig Konfliktpotentiale. Dazu kommen noch die Eltern, die meist hinter ihren Kindern stehen und ihre eigenen Vorstellungen von Erziehung und Entwicklung haben. Auch Konflikte zwischen Lehrerkollegen und zu ihren Vorgesetzten sind an der Tagesordnung. Konflikteskalationen werden dabei auch gerne mal in den Medien behandelt, so etwa Gewaltprobleme an der Rütlischule, die seitdem immer mehr zur Musterschule avanciert und die Frage nach der „richtigen Lehrmethode“, jüngst diskutiert in Berlin am Beispiel von Frau Sarrazin.

„Ja, dass du einfach zum Beispiel – Konflikte in der Weise austrägst, dass du dem aus dem Wege gehen möchtest, ne?!“ (Frank, Studienrat, 58)

Kommunikationsprobleme haben die Tendenz sich zu vertiefen und immer schwieriger lösen zu lassen. Dieses Phänomen wird auch alltagssprachlich als Teufelskreis bezeichnet, also als Situation, die scheinbar keinen Ausweg bietet. Das kommt daher, dass Sender und Empfänger den Ablauf ihrer Kommunikation unterschiedlich gliedern und ihr Verhalten meist als Reaktion auf den anderen verstehen. Watzlawick nannte dies die Interpunktion von Ereignisfolgen. (Vgl. WATZLAWICK et al., 1990, S. 61) Bei Schulz von Thun stellt sich das als Kreislauf von Innerungen und Äußerungen dar, den er Teufelskreis nennt. Eine Aktion der einen Partei wird aufgenommen und verarbeitet und erzeugt eine Reaktion, die wieder aufgenommen und verarbeitet wird und so weiter. Dabei lässt sich am Ende gar nicht mehr sagen, wer zuerst agiert oder reagiert hat. Die Parteien erleben sich selbst nur als Reagierende und sehen nicht, dass sie mit ihrer „Reaktion“ wieder eine Reaktion provozieren. (Vgl. SCHULZ VON THUN: Miteinander reden 2, 2006, S. 28–37)

Teufelskreise bezeichnen nach Wikipedia den Begriff des Teufelskreis, auch circulus vitiosus (lat.: „schädlicher Kreis“), als ein System, in dem mehrere Faktoren sich gegenseitig verstärken und so einen Zustand immer weiter verschlechtern.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Teufelskreis, eingesehen am 14.02.2011)

Für mich stellte sich die Frage nach einer möglichen Anwendung des Teufelskreismodells von Schulz von Thun im Schulalltag und ich versuchte anhand zweier Interviews mit einem Studienrat mit 30-jähriger Erfahrung und einer Sonderschullehrerin herauszufinden, inwiefern Teufelskreise in der Schule auftreten und wahrgenommen werden. Dabei wurden die beiden von mir zuvor nicht über das bestehende Teufelskreismodell von Schulz von Thun informiert, sondern gaben ihre Antworten ausgehend von ihrer eigenen Definition von Teufelskreisen. Ich konnte festhalten, dass das Verständnis für Teufelskreise bei beiden da war, jedoch unterschiedlich bewusst wahrgenommen wurde. In beiden Gesprächen wurden Probleme mit Schülern und Eltern als weniger belastend und einfacher zu lösen geschildert. Es wurden jedoch auch aktuelle Probleme angesprochen, die vor allem im Verhältnis zu anderen Kollegen und Vorgesetzten bestanden. Während auf der einen Seite offensichtlich konstruktiv damit umgegangen wurde, steckte mein zweiter Interviewpartner schon sehr tief in einen Teufelskreisen fest und ist selbst nicht mehr in der Lage sich daraus zu befreien.

„Also ‚geht gar nicht‘ würd ich nicht sagen, das wäre zu negativ und dann glaub ich, dann is man wahrscheinlich auch irgendwo n Stück weit gescheitert.
Das will ich für mich selber auch nicht, also für mich muss es immer ein ‚Geht nicht, gibt’s nicht‘ sein.“
(Marie, Sozialschullehrerin, 37)

Ich denke, dass die Kommunikationsfähigkeit eine der Schlüsselfähigkeiten eines guten und gesunden Lehrers ist. In einem Beruf, wie dem des Lehrers, der durch Kommunikation stattfindet, kann die Empfehlung an dieser Stelle nur sein, sich der Vielschichtigkeit von Kommunikation bewusst zu sein und den Einfluss von unterdrückten Problemen auf die eigene Psyche nicht zu unterschätzen. Das Wissen um Teufelskreise schafft einen klaren Vorteil. Von einer Metaebene her Kommunikation zu betrachten und die streitenden Parteien, weg von den Äußerungen, auf die Innerungen des jeweils anderen aufmerksam zu machen oder im Umgang mit den Schülern selbst immer wieder darauf zu achten, wie man reagiert und warum, sollte die Möglichkeiten schaffen, vielen Konflikten von vornherein die Schärfe zu nehmen oder sie im gemeinsamen Gespräch zu beseitigen.

In ausweglosen Situationen sollte nicht darauf verzichtet werden, Hilfe von außen – Gespräche mit Kollegen, Freunden, Mediation, etc. – zu suchen und anzunehmen.

Dominik Mühe
(März 2011)

Literatur:

  • Schulz von Thun, Friedemann: Miteinander reden 2. Stile, Werte und Persönlichkeitsentwicklung, Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, Sonderausgabe 2006
  • Watzlawick, Paul; Beavin, Janet B.; Jackson, Don D.: Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien, Bern; Stuttgart: Verlag Hans Huber, 8. Aufl. 1990
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Teufelskreis, eingesehen am 14.02.2011

Mehr zum Thema “Das Teufelskreismodell Schulz von Thuns im Schulalltag”
gibt’s hier …

Thema: Kommunikation, Unterrichtsstörungen | Kommentare (0) | Autor:

Gastbeiträge über Unterrichtsstörungen

Mittwoch, 9. März 2011 11:04

Ich freue mich mitteilen zu können, dass es demnächst in diesem Blog einige Gastbeiträge zum Thema “Unterrichtsstörungen” geben wird. Freuen Sie sich mit mir und schauen Sie wieder rein …

wünscht sich
Christa D. Schäfer

Thema: Allgemein, Unterrichtsstörungen | Kommentare (0) | Autor: