Beiträge vom Juni, 2011

Konfliktcoaching

Montag, 20. Juni 2011 9:22

Aus aktuellem Anlass habe ich in der letzten Zeit nach einem Buch gesucht, in dem die Methode des Konfliktcoachings gut beschrieben und erläutert wird. Jetzt habe ich es gefunden, ein Buch von Sonja Radatz zum Thema „Einführung in das systemische Coaching“ in der Reihe Carl-Auer compact.

Sonja Radatz schreibt, dass im klassischen Coaching an Problemen gearbeitet wird, die aus oder mit Situationen entstanden sind. Im Konfliktcoaching stehen hingegen „Probleme mit Menschen“ – also Konflikte – im Vordergrund. Das von ihr beschriebene Instrument des Konfliktcoachings baut auf der Grundlage des systemischen Coachings auf und ist einfach und leicht anwendbar.

Dieses Instrument funktioniert natürlich nur, wenn nicht der Coach, sondern der Coachee ein Interesse daran hat, dass der Konflikt gelöst wird. Nur in diesem Fall kann der Coach dieses Einzelgespräch quasi mit dem Coachee als einer Konfliktpartei führen. Aus systemischer Sicht gibt es dann für die Lösung dieses Konfliktes keine „richtige“ oder „falsche“ Lösung. Es gibt lediglich solche, die sich zu einem gegebenen Zeitpunkt für ein spezifisches System (Team, Unternehmen, Führungsbeziehung, Projektgruppe) als viabel (gangbar, passend) herausstellt oder eben nicht.

Wenn an einer möglichen Lösung eines Konfliktes gearbeitet wird, so hat man natürlich nie einen 100%igen Einfluss auf eine Situation, denn wir können natürlich nie die andere Konfliktpartei ändern und auch nicht ein bestimmtes Verhalten von ihr erzwingen, sondern nur unser eigenes Verhalten ändern. Sonja Radatz sagt, dass damit ein Konfliktcoaching zu einer „verhaltensoptimierenden Arbeit“ wird:

„Wir arbeiten daran, wie wir mit den anderen anders umgehen können – und nicht daran, wie wir sie verändern können. Wir begleiten Menschen im Konfliktcoaching, indem wir ihnen die passenden Fragen stellen und sie damit zum Denken anregen. Damit ermöglichen wir ihnen, innerhalb ihres Denkrahmens andere, aus ihrer Sicht passendere Handlungsalternativen zu entwickeln. Jede Frage, die wir stellen, hat dabei enorme Kraft – und daher sollten die Fragen jeweils sorgfältig ausgewählt und geprüft sein, bevor sie dem Coachee gestellt werden.“ (Buch, S. 96)

Die Methode des Konfliktcoachings vereint also Bausteine aus dem Bereich der Mediation und aus dem Bereich des Coachings. Die oben zitierte Textpassage gefällt mir als Mediatorin sehr gut, und ich möchte gerne das von Sonja Radatz vorgeschlagene Modell zum Konfliktcoaching hier folgend vorstellen. Es ist für MediatorInnen interessant, aber natürlich auch für alle diejenigen, die sich im Spannungsfeld zwischen Coaching und Mediation bewegen. Im Gegensatz zur Medation wird in diesem Modell bewusst sehr kurz an der Problemschilderung gearbeitet, da die Erfahrung gezeigt hat, dass eine lange Auseinandersetzung mit einem als problematisch erlebten Verhalten weniger Fortschritt bringt als die Fokussierung in Richtung einer Lösung.

  • Konflikt schildern (3 Min.)
    Worum geht’s?
    Wer tut was im Konflikt?
  • Skalenfrage (5 Min.)
    Aus einer Skala von 0 bis 10, wenn 0 den schlimmsten bisher in diesem Konflikt von Ihnen erlebten Zustand beschreibt und 10 Ihren Zielzustand – was machen Sie genau bei 10?
  • Derzeitige Einschätzung auf der Skala (1 Min.)
    Und wo stehen Sie gerade jetzt auf dieser gleichen Skala?
  • Angestreben Wert auf der Skala festlegen (10 Min.)
    Welchen Punkt auf der Skala wollen Sie denn heute erreichen?
    Und was tun Sie genau anders, wenn Sie diesen Wert erreicht haben?
    Und wenn sie das tun, was tut dann Ihr Konfliktpartner anders?
  • Verhaltensunterschiede bilden (5 Min.)
    Was – das Sie jetzt noch nicht tun – tun Sie, wenn Sie um einen Punkt höher stehen?
    Und wenn Sie das tun, wie anders verhält sich dann der andere?
    Und wenn der andere sich anders verhält, wo stehen Sie dann auf der Skala?
    Etc.
  • Entscheidung (10 Min.)
    für einen Wert unter Einbeziehung des dafür zu bezahlenden Preises
  • Maßnahmen (5 Min.)
    Was tun Sie (ab) morgen konkret (anders)? 

    (Buch S. 95)

Natürlich bildet das Konfliktcoaching nur ein kleines Unterkapitel in dem Buch „Einführung in das systemische Coaching“. Neben grundlegenden Aussagen zum Coaching gibt es dort weitere Kapitel zu Frageformen im Coaching, zum Ablauf des systemischen Coachings, zum Umgang mit unterschiedlichen situativen Verhaltensweisen des Coachees, zu Coachinginstrumenten in der Praxis, zu speziellen Coachingabläufen für spezielle Situationen, zur Verwendung von Coachingpartikeln im Alltagsgespräch sowie zu hilfreichen Selbstcoachingkonzepten. Und das alles kurz, knapp, kompetent und sehr lesbar in handlicher Form. Wer also aus der Mediation kommt und sich für das Coaching interessiert, dem sei dieses Buch als Einstieg ins Thema unbedingt zu empfehlen.

Christa D. Schäfer

Konfliktcoachings können Sie übrigens auch mit anderen Methoden und in anderen Settings gestalten, zum Beispiel mit den sechs Denkhüten von De Bono.

Thema: Konfliktberatung, Konfliktmanagement, Literaturempfehlungen | Kommentare (0) | Autor:

Soziale Kompetenz in der Schule am Beispiel des Buddy-Programms

Montag, 13. Juni 2011 10:27

“Das brauche ich doch im Leben nie wieder!”, so könnte die Aussage eines Jugendlichen lauten, der im Mathematikunterricht gerade Integralrechnung lernen soll. Und natürlich ist Fachwissen nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der deutschen Bildung. Darüber, was beispielsweise Induktion ist, wie Photosynthese funktioniert oder wann Otto von Bismarck Reichskanzler wurde, können Lehrer stundenlang referieren.

Aber ist das alles, was Schüler heutzutage in der Schule lernen sollen?
Gehört nicht vielmehr dazu, um sich später in einer demokratischen Gesellschaft zurechtfinden und angemessen handeln zu können?

Viele Bildungspolitiker und Wissenschaftler sind sich einig, dass neben kognitiven Fähigkeiten auch die soziale Kompetenz im Umgang miteinander in der Bildung eine Rolle spielen soll.

Was überhaupt ist aber soziale Kompetenz und wie wird sie erworben?

Mit diesen und weiteren Fragen habe ich mich als Lehramtsstudentin der Universität der Künste Berlin in einer Hausarbeit im Fach Erziehungswissenschaften auseinandergesetzt.

Der Sozialkompetenzbegriff ist ungefähr so wenig konkret wie der der Kompetenz. Das erschwert eine Eingrenzung und klare Defintion von Sozialer Kompetenz. Das ganzheitliche Sozialkompetenzmodell von DuBois und Felner (1) bietet aber einen guten Überblick und eine Systematisierung konkreter Fähigkeiten, die diese Kompetenz umfasst.

Folgende vier Kernbereiche bilden die Basis Sozialer Kompetenz: Kognitive Fähigkeiten, Handlungsfähigkeit, emotionale Kompetenz und Motivation.

Kognitive Fähigkeiten sind in diesem Zusammenhang z.B. der Erwerb sozialen und kulturellen Wissens, die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen sowie die Verarbeitung von Glaubenssätzen/-schemata. Auch die Art, wie man negative Ereignisse begründet oder was man von zukünftigen Ereignissen erwartet, spielt hierbei eine Rolle.

Handlungsfähigkeit meint das Wissen über Handlungsmöglichkeiten in konkreten Situationen und die bisherigen Handlungserfahrungen. Dazu gehören z.B. das Bitten um Hilfe, das Initiieren sozialer Interaktionen etc.

Emotionale Kompetenz meint den Umgang mit den eigenen Gefühlen und denen anderer, aber auch die Fähigkeit zum Aufbau tragfähiger Beziehungen, das Vertrauen aufeinander und gegenseitige Unterstützung.

Die Motivationalen Aspekte betonen das „Sichtbar Werden“ sozial kompetenten Verhaltens. Man kann noch so gut wissen, wie man sich sozial kompetent verhält, wenn die Motivation dazu fehlt. Motivation, heißt es nach DuBois und Felner, werde durch ein persönliches Wertesystem bestimmt. Das Gefühl der Selbstwirksamkeit und der Stand moralischer Entwicklung beeinflussen dieses System.

Dieses Modell bildet meiner Meinung nach eine gute Grundlage für das Verständnis von Sozialer Kompetenz.

Wie aber kann diese Kompetenz in der Schule konkret erworben werden?

Eine Möglichkeit dazu bietet das BuddY-Programm. Unter dem Motto „Aufeinander achten Füreinander da sein. Miteinander lernen.“ ist es ein bundesweit verbreitetes Programm, das an mehreren Schulen durchgeführt wird. Hierbei können Schüler als BuddYs ihren Mitschülern z.B. bei den Hausaufgaben helfen, als Streitschlichter in der Pause agieren, Paten für die „Neulinge“ an der Schule sein etc. Dem Handlungsspielraum sind hier keine Grenzen gesetzt. Die Schüler sollen selbst Projekte entwickeln, als BuddYs aktiv werden und den sozialen Umgang miteinander verbessern können. Je nach Aufgabenbereich werden sie von Lehrern aus- und weitergebildet. Gleichzeitig haben die BuddYs eine Art Vorbildfunktion für ihre Mitschüler, was sich positiv auf das soziale Miteinander auswirken kann. Das BuddY-Programm trägt laut Rita Süßmuth, Präsidentin des buddY-E.V., dazu bei, …

„dass Schule neben einem Ort der Wissensvermittlung auch eine zentrale Einrichtung für den Erwerb sozialer, emotionaler und kognitiver Kompetenzen sowie gelebter demokratischer Werte ist.” (2)

Genau das verspricht der buddY-E.V. den Schulen, die sich für die Umsetzung des Projektes entscheiden.

Wie kann eine Umsetzung dieses Projektes aussehen?

An der Anne-Frank-Grundschule Berlin wird das Projekt in Verbindung mit der STOPP-Regel (3) durchgeführt. Diese Regel soll verhindern, dass es zur gewaltsamen Eskalation eines Konfliktes kommt. Wenn ein Kind von einem anderen Schüler in der Pause geärgert, bedrängt oder gar geschlagen wird, signalisiert es mit einem lauten und deutlichen „STOPP!“, dass das Gegenüber die Handlung einstellen soll. Nach dreimal STOPP sagen, hat das betroffene Kind die Möglichkeit, einen BuddY zur Hilfe zu holen. Der versucht dann den Konflikt zu klären und zu einer Lösung beizutragen, gegebenenfalls einen Lehrer zu Rate zu ziehen.

Die BuddYs, Schüler aus der 4.-6. Klasse, werden zu Beginn des Schuljahres allen Schülern der Berliner Grundschule vorgestellt, damit auch die neuen Schüler wissen, an wen sie sich im Konfliktfall wenden können. Das klingt sehr vielversprechend.

Aber was lernen die BuddYs tatsächlich dabei?
Werden sie sozial kompetenter oder bleibt doch alles beim Alten?

Ein Gespräch mit zwei BuddYs der Anne-Frank-Grundschule soll darüber Aufschluss geben. Anhand des oben genannten Sozialkompetenzmodells habe ich Interviews durchgeführt, analysiert und ausgewertet. Erstaunlich und teilweise auch überraschend sind die Ergebnisse dieser Selbsteinschätzung. Aussagen wie „Eigentlich sollte es keine Gewalt geben.“ (4) oder „Ich wollte eben auch mal so werden, (…) dass ich Kindern helfen kann.“ (5) lassen auf verschiedenste Formen sozialer Kompetenz schließen. Aber noch viel mehr verspricht diese Einstellung für die Zukunft ein verantwortungsvolles, Frieden stiftendes Handeln in einer demokratischen Gesellschaft. Dies hier ist aber nur ein kleiner Ausschnitt der beiden Interviews mit den BuddYs, die im Anhang meiner Arbeit zu finden sind.

Wenn auch Sie noch mehr über Soziale Kompetenz in der Schule, das BuddY-Programm und über meine Interpretation nach der Frage des Sozialkompetenzerwerbs für die BuddYs der Anne-Frank-Grundschule erfahren möchten, lade ich Sie ein, meine teils wissenschaftliche, teils persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema zu lesen. Dazu bitte einfach auf diesen roten Text klicken …

Viel Vergnügen dabei!
Birgitta Kießig

Anmerkungen:
(1) Nachzulesen in: Brohm, Michaela: Sozialkompetenz und Schule. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde zu Gelingensbedingungen sozialbezogener Interventionen. Juventa Verlag Weinheim und München 2009. S. 77-83
(2) http://www.buddy-ev.de/Buddy-Programm Stand: 23.03.2011
(3) Nachzulesen in: Grüner, Thomas / Hilt, Franz: Bei STOPP ist Schluss! – Werte und Regeln vermitteln. AOL-Verlag Buxtehude 2009
(4) Kießig 2011, Anhang S.20
(5) Kießig 2011, Anhang S.20

Übrigens haben die BuddYs der Anne Frank Grundschule den buddY-Wettbewerb im Februar 2011 gewonnen.

Thema: Schule in Berlin, Soziales Lernen, Unterrichtsstörungen | Kommentare (0) | Autor:

Wenn Kinder den Kontakt abbrechen …

Montag, 6. Juni 2011 8:18

Gibt es das?

Angelika Kindt hat ein Buch darüber geschrieben. Sie wurde von ihrer Tochter ohne Vorwarnung verlassen – warum, weiß sie bis heute nicht. Auf der Suche nach Antworten und Hilfe stellte sie fest, dass sie mit ihrem Schicksal nicht allein ist. Das Phänomen „verlassene Eltern“ zieht sich durch alle sozialen Schichten, wird von der Gesellschaft jedoch tabuisiert. – so heißt es auf der Rückseite dieses spannenden Buches.

Das Phänomen „Verlassene Eltern“ ist in zweierlei Hinsicht interessant für mich und diesen blog.

Zum einen ist natürlich die Systemische Sicht auf dieses Phänomen höchst faszinierend. Was passiert oder auch was muss bereits passiert sein, wenn eine 30jährige Tochter ihrer Mutter den Kontakt aufkündigt, sich nicht mehr meldet und keine Verbindung mehr existiert?! Obwohl – eine Verbindung existiert ja schon, von beiden Seiten aus, und zumindest für die Mutter ist diese Situation sehr schmerzhaft. Ob sie das auch für die Tochter ist, kann man in dem Buch nur erahnen, denn zur Tochter gibt es ja keinen Kontakt mehr. Wahrscheinlich aber litt die Tochter schon viel früher und hat deshalb diesen radikalen Schritt zum Kontaktabbruch gewählt? Vermutungen über Vermutungen.

Die Autorin Angelika Kindt begibt sich mit diesem Buch auf Spurensuche. Sie hatte stets versucht eine gute Mutter zu sein und natürlich immer so gehandelt, wie sie es am besten in den jeweiligen Situationen zu den jeweiligen Zeiten konnte und wusste. Nach der „Trennung“ plagten sie Selbstvorwürfe und Zweifel. Andere Menschen belegten sie mit Vorurteilen und Stigmatisierung.

„Kinder distanzieren sich nicht von den Eltern, weil diese ihnen fremd geworden sind, sondern eher, weil sie ihnen zu nahe sind. … Auch ich schämte mich, wie viele andere verlassene Eltern, dass mir so etwas als Mutter ‘passieren’ konnte. Inzwischen habe ich begriffen, dass immer zwei Seiten an so einem Bruch beteiligt sind. Ich wünsche mir sehr, dass die Kinder, die von ihren Eltern nichts mehr hören wollen, das auch verstehen und sich bewusst machen.“ (Buch, S. 85)

Wenn Kinder erwachsen werden, dann lassen sich beide Seiten – Eltern und Kinder – los. Dies sollte ein positives Loslassen sein, das schließlich wieder zu einer Verbindung führt. Eltern und Kinder (oder Mutter und Tochter) führen beide „ihr Leben“, lassen Raum zwischen sich und sollten spüren und wissen, dass sie jederzeit wieder eine angemessene Nähe suchen können. In gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Fairness gibt es ein gesundes Einpendeln zwischen Loslassen und Wiederfinden.

Dieser gegenseitige Respekt und die darin wohnende Fairness scheinen in manchen Eltern-Kind-Beziehungen schwierig bis unmöglich zu sein. Kontaktabbruch ist Flucht, ist Wegrennen vor der Aufgabe einen fast nicht aushaltbaren Konflikt lösen zu müssen. Jeder der beiden Konfliktpartner (Mutter und Tochter) haben gewisse Vorstellungen von ihren Rollen bzw. der Rolle der jeweiligen anderen. Was geschieht, wenn diese Rollenbilder nicht deckungsgleich sind, sondern differieren? Dann tut es emotional weh und ist hart.

Die Verweigerung des Kontaktes ist in diesem Fall natürlich auch eine Form der Kommunikation, denn wenn wir an Paul Watzlawick denken, so heißt es in dessen erstem Axiom: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Im Falle des Kontaktabbruchs ist es so, dass man lediglich Vermutungen über die Ursache anstellen kann, aber keine Rückmeldung zu dieser Sichtweise bekommt. Damit fühlt man sich ohnmächstig und empfindet den Kontaktabbruch als solches als aggressive Verhaltensweise.

Je nach Konflikttyp könnten Mutter und Tochter auch an dieser Thematik der verschiedenen Rollenerwartungen arbeiten, die Kommunikation miteinander suchen oder auch eine Mediatorin, einen Mediator als „Vermittler zwischen den beiden Welten“ einsetzen. – Und hier ist natürlich der zweite Anknüpfungspunkt zu diesem blog. Bisher habe ich einen solchen Fall noch nicht bearbeitet, aber ich bin sicher, dass Mediation unterstützen kann – wenn beide Parteien dazu bereit sind und sich darauf einlassen. Dann wäre Mediation wahrscheinlich sogar die bessere Wahl als eine Familientherapie – denn diese ist dichter und intensiver und wird oft gar nicht gewünscht.

In dem Buch “Wenn Kinder den Kontakt abbrechen“ von Angelika Kindt gibt es viele weitere fachlich interessante Passagen wie beispielsweise diejenige zu den Stichworten „Trauerarbeit“ und den „vier Phasen eines Verlusts“. Mit anderen Worten: Sowohl aus Systemischer Sicht als auch aus MediatorInnensicht ist dies ein super interessantes Buch, das sich lohnt zu lesen!

Christa D. Schäfer

Übrigens: Kommunikation ist …

Thema: Familienmediation, Literaturempfehlungen, Systemischer Ansatz | Kommentare (27) | Autor: