Beitrags-Archiv für die Kategory 'Allgemein'

2014

Dienstag, 7. Januar 2014 22:43

Christa_D_Schaefer

 

Am Jahresanfang 2014
möchte ich mich gerne für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken bei:

meinen Blogleserinnen und Lesern
meinen Coachees
meinen Medianden
meinen Studentinnen und Studenten
meinen TrainingsteilnehmerInnen aus den vielen Seminaren und Trainings
den Autorinnen und Autoren, mit denen ich im intensiven Austausch war
den Buchverlagen, mit denen ich zusammenarbeiten konnte
meinen Kolleginnen und Kollegen

Christa D. Schäfer
Januar 2014

Thema: Allgemein, Konfliktlösung | Kommentare (0) | Autor:

Traumatisierte Kinder,

Montag, 2. Mai 2011 7:43

das ist ein Thema, das auch in diesem Blog durchaus seinen Platz finden muss.

Berlin, April 2011

Zwei bislang unbekannte Halbwüchsige (Alter: ca. 11 bis 14 Jahre) rauben einem Elfjährigen auf einem Spielplatz am Halensee dessen Halskette. Anschließend sollen sie ihr Opfer mit einem Messer bedroht haben.

Ein Elfjähriger hat im Berliner Bezirk Wedding mit einer Soft-Air-Pistole auf andere Kinder geschossen, um Geld zu erpressen. Später steckt er dann sogar einem Jungen ein brennendes Streichholz in die Nase.

Im Berliner Bezirk Lichtenrade geht ein siebenjähriger Junge mit einem abgebrochenen Küchenmesser auf einen neunjährigen Jungen los und verletzt diesen im Gesicht. Die Wunde muss genäht werden.

Von 2005 bis 2009 stieg die Zahl der Gewalttaten, bei der unter 14-Jährige die Tatverdächtigen sind, von 1440 auf 1789 Fälle. Die meisten Fälle davon sind Körperverletzung aus, die sich von 1170 Taten auf 1480 erhöht haben. Laut Polizeistatistik 2010 ist die Gesamtzahl der von Kindern begangenen Straftaten im Vergleich zu 2009 gesunken. 2009 gab es 5730 tatverdächtige Kinder, 2010 waren es nur noch 5360, davon 273 unter acht Jahren.

Wie man sich leicht vorstellen kann, ist es gut möglich, dass Gewalt unter Kindern zu einer psychischen Traumatisierung führt.

„Eine traumatische Situation bedeutet für ein Kind eine extreme, existenzielle Bedrohung. Dabei kann das Kind entweder sich selbst sowie seine körperliche und seelische Einheit oder andere Menschen als bedroht erleben. Entscheidend ist, dass das Kind das Gefühl hat, ohnmächtig zu sein und nichts tun zu können, um sich oder den anderen aus der extremen Not herauszuhelfen.“ (Krüger, Andreas: Erste Hilfe für traumatisierte Kinder. Düsseldorf: Patmos Vlg., S. 19)

Das Buch “Erste Hilfe für traumatisierte Kinder”, dem ich diese Definition einer traumatischen Situation entnommen habe, bietet wichtige fachliche Grundlagen zum Thema, beleuchtet Auswirkungen von Traumatisierungen auf das soziale Umfeld und gibt Hinweise zum Umgang mit psychischen Traumatisierungen. Es ist als Einführungsliteratur für LehrerInnen und PädagogInnen absolut empfehlenswert.

In diesem Buch erfahren Sie alles Wissenswerte zum Thema „traumatisierte Kinder“. Sie erfahren, was in den ersten Momenten einer traumatisierenden Situation getan werden sollte und was in der unmittelbaren Folgezeit wichtig wird. Und natürlich können Sie auch über die Haltung lesen, mit der eine Erzieherin oder eine Lehrkraft einem schwer seelisch verletzten Kindern in oder kurz nach der Akutsituation begegnen sollte.

Ach ja, und dann möchte ich Ihnen noch vorstellen, wie einfühlsam und anschaulich Andreas Krüger Kindern den Begriff traumatische Situation erläutert:

„Stell dir mal ein Kaninchen vor, das gerade von einer Katze verfolgt wird. Das Kaninchen kann sich gerade noch in einen Winkel zwischen zwei Steinen retten. Die Katze kann nicht an das Kaninchen ran, aber die Tatze der Katze flitzt die ganze Zeit vor den Augen des Kaninchens hin und her. Das Kaninchen sitzt in einer Falle: Es kann weder weglaufen, noch kann es kämpfen und sich wehren. So eine Situation, die nennt man eine traumatische Situation – wenn ganz große Gefahr da ist ud man absolut gar nichts mehr machen kann und riesige Angst hat. Man könnte das auch „Nichts-geht-mehr Situation“ nennen. Menschen kann es auch so ergehen, wenn sie zuschauen müssen, wie anderen etwas Schlimmes passiert. Wir fühlen ja mit anderen mit, und da kann es Menschen manchmal genauso Angst machen, wenn sie mit zusehen müssen. Das wäre so, als müsste der Bruder von dem Kninchen vom Kaninchenbau aus zusehen und Angst um seinen Bruder haben, der gerade von der Katze gejagt wird. Da ist das kleine Herz vom Kaninchen und seinem Bruder wie schockgefroren: Nichts geht mehr, Wut und vor allem die Tränen sind dann wie eingefroren …“ (S. 120 f.)

Ich hoffe, dass Sie nicht in die Situation kommen, ein traumatisiertes Kind zu betreuen, aber ich hoffe, dass Sie, wenn Sie in diese Situation kommen, das Kind gut unterstützen können.
Christa D. Schäfer

Thema: Allgemein, Konfliktberatung, Konflikte, Konfliktmanagement, Literaturempfehlungen | Kommentare (0) | Autor:

Gastbeiträge über Unterrichtsstörungen

Mittwoch, 9. März 2011 11:04

Ich freue mich mitteilen zu können, dass es demnächst in diesem Blog einige Gastbeiträge zum Thema “Unterrichtsstörungen” geben wird. Freuen Sie sich mit mir und schauen Sie wieder rein …

wünscht sich
Christa D. Schäfer

Thema: Allgemein, Unterrichtsstörungen | Kommentare (0) | Autor:

Was haben die Alexander-Puschkin-Schule,

Montag, 1. November 2010 6:33

die Mildred-Harnack-Schule, die Gutenberg-Oberschule, die Fritz-Reuter-Schule, die Oberschule am Rathaus und alle weiteren Sekundarschulen und Gymnasien aus Berlin Lichtenberg gemeinsam? Sie haben jetzt BuddYs …

Unter dem Motto „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen“ übernehmen Schülerinnen und Schüler jetzt in Projekten und im Unterricht Verantwortung für sich und andere. Solche buddY-Projekte gibt es bisher in den Oberschulen von Niedersachsen, Hessen, Thüringen, in OWL und einigen Schulen Hamburgs. In Berlin gibt es in vielen vielen Grundschulen ebenfalls buddY-Projekte. Die Randow-Grundschule in Berlin Lichtenberg ist im Oktober 2010 sogar buddY-Schule des Monats geworden. An dieser Schule gibt es ein wunderbares Pausenbuddy-Projekt, bei dem die STOPP-Regel eine wichtige Rolle spielt. Im Juni 2010 fand die erste Lichtenberger Kinderkonferenz statt, bei der sich BuddYs aus den Grundschulen zu wichtigen Fragestellungen ausgetauscht haben.

Jetzt wurde am 6. Oktober 2010 eine Projektvereinbarung zwischen der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, dem Bezirksamt Lichtenberg, der Regionalen Fortbildung Lichtenberg, dem Kontaktlehrerzentrum Lichtenberg, den teilnehmenden Projektschulen der Region und dem buddY e.V. geschlossen. Damit ist der Startschuss für die Lichtenberger Oberschulen gefallen. Da ich die Lichtenberger LehrerInnen und SozialpädagogInnen über ein Jahr lang vorbereitet, trainiert und gecoacht habe, weiß ich schon jetzt ein wenig über die gestarteten und zukünftigen buddy-Projekte.

Es werden viele Klassenräte an den Lichtenberger Oberschulen entstehen, ältere Schüler werden sich im Sinne von Patenschaften um jüngere Schüler kümmern, Pausenbuddys werden auf dem Schulhof für Ordnung sorgen … Am Ende der Feierstunde hat sich die Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich mit einigen Buddys unterhalten und in Erfahrung gebracht, was deren Aufgabe an den Schule bereits ist und zukünftig werden wird.

Rainer Bäth vom Kontaktlehrerzentrum Lichtenberg und Dr. Wolfgang Steininger von der Schulpsychologie Lichtenberg werden die Projekte weiter begleiten, und ich werde sicherlich die Gelegenheit haben, an dieser Stelle von einigen interessanten und spannenden Projekten berichten zu können.

Das Projekt der Randow-Grundschule soll bereits hier noch einmal genauer erläutert werden. 2009 nahm das ganze Kollegium der Grundschule an einer Fortbildung zum Thema „Stopp-Regel“ teil. Die Stopp-Regel zeigt dem Gegenüber, dass man nicht mehr möchte – sei es im Spaß oder im Ernst. Die Kinder der Schule haben danach den Umgang mit der Stopp-Regel gelernt.

Im täglichenUmgang miteinander entstehen nun Sätze wie: „Stopp, ich möchte nicht, dass du mich ärgerst.“ oder „Stopp, lass bitte meine Freundin in Ruhe.“ oder „Stopp, ich möchte, dass du aufhörst mich zu beleidigen.“ oder oder oder

Die Einführung der Stopp-Regel ist ein Mittel zur Gewaltprävention an der Schule. Nicht nur Grundschulen, sondern auch viele Hauptschulen haben deutschlandweit bisher die Stopp-Regel im Klassen- oder Schulkontext eingeführt. Die Idee der Einführung der Stopp-Regel geht auf das Buch „Bei STOPP ist Schluss. Regeln und Werte vermitteln“ (Thomas Grüner und Franz Hilt) aus dem AOL-Verlag zurück.

An der Randow-Grundschule gibt es zusätzlich zur Stopp-Regel die BuddYs, die auf dem Schulhof unterwegs sind und darauf achten, dass die Stopp-Regel eingehalten wird. Sie helfen den Kindern, die sich streiten, auch dabei, eigene Lösungen zu finden, um sich wieder zu vertragen.

Übrigens gibt es einen wunderbaren Film zur Stopp-Regel, der an der Anne-Frank-Grundschule in Berlin Mitte gedreht wurde.

Wäre nicht die Stopp-Regel auch was für Ihre Schule?
fragt Christa Schäfer

Thema: Allgemein, Schule in Berlin | Kommentare (0) | Autor:

Streitschlichter-Stückchen

Samstag, 26. Dezember 2009 11:57

Soll ich Ihnen verraten, was ich zu Weihnachten bekommen habe?
Leckere Streitschlichter-Stückchen!

Das ist ein gigantischer Schoko-Torrone-Riegel zum gerechten Teilen mit 20 Stückchen für einen oder mehrere Streitfälle. Man kann den Riegel als Talking Stick verwenden (nach indianischem Vorbild) und nach gelöstem Streit die Schokolade gerecht teilen.

Da hat die Firma Hussel eine super Idee mit den Streitschlichter-Stückchen gehabt. Und besten Dank auch an Kathrin Warneke für das Soul Food Sortiment und ihre Ideen für die Seelennahrung …

Christa D. Schäfer

Wollen Sie wissen, was Schokolade und Impulskontrolle mit interpersonaler Intelligenz und sozialer Kompetenz zu tun haben?

Thema: Allgemein, Konfliktlösung, Konfliktprävention | Kommentare (0) | Autor:

Berliner Präventionstag 2009

Freitag, 13. November 2009 16:55

Am 10. November hat der 10te Berliner Präventionstag stattgefunden. Der Präventionstag wird jährlich von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt durchgeführt. Die Landeskommission lobt zum Anlass des Tages auch Preise für beispielhafte Projekte in Berlin aus, dieses Jahr zum Thema „Evaluation und Qualitätsentwicklung in der Gewalt- und Kriminalitätsprävention“.

„Mit dem Berliner Präventionspreis der Landeskommission Berlin gegen Gewalt würdigen wir vorbildliche Projekte im Bereich der Gewalt- und Kriminalitätsprävention. Er ist ein wichtiges Instrument zur Weiterentwicklung der Prävention in unserer Stadt und zur Unterstützung von Projekten. Ohne das Engagement für ein friedliches und gewaltfreies Zusammenleben der Projekte, der Träger, der Institutionen und Netzwerke im Bereich der Gewalt- und Kriminalitätsprävention sowie unserer Sponsoren wäre Berlin weniger lebenswert. Unsere Botschaft lautet deshalb: Prävention ist eine Investition in die Zukunft. Prävention lohnt sich. Alle können sich engagieren. Es geht um unsere Stadt.”

so der Vorsitzende der Landeskommission, Staatssekretär Thomas Härtel.

Dieses Jahr ging der erste Preis an die Paul-Braune-Schule für ihr Projekt “Förderung des sozialen Miteinanders als präventive Maßnahme von Gewalt“. Den von der Initiative Schutz vor Kriminalität gestifteten Sonderpreis erhielt das Projekt “Denkzeit-Training für aggressiv-auffällige Schüler“ der Denkzeit-Gesellschaft e.V.

Herzlichen Glückwunsch
sagt Christa Schäfer

Thema: Allgemein, Konflikte, Konfliktprävention, Veranstaltungen | Kommentare (0) | Autor:

Respekt können auch schon die Kleinsten lernen

Samstag, 17. Oktober 2009 10:29

Sind Kinder klein, so schauen Sie gerne, was andere Kinder tun und wie sie es tun – sie staunen und staunen und nehmen alles in sich auf. Sind sie dann älter, so hört man in den Schulen oft Sätze wie „Du spinnst ja.“ „Der ist aber komisch.“ „Die ist ja nicht normal.“ Da scheinen die Kinder einen Weg weg vom Staunen hin zu Normen für „normal“ und „nicht normal“ genommen zu haben. Gruppenzugehörigkeiten werden wichtig und die Identifikation über Gruppenzugehörigkeiten und Gruppennormen spielt eine große Rolle.

Manche Kinder (und Jugendliche und Erwachsene) leben diese Ausgrenzung von Anderen ganz intensiv, andere weniger bis gar nicht. Durch Anregungen von Erwachsenen, KitaerziehrerInnen, LehrerInnen, SozialpädagogInnen und anderen können Kinder ins Nachdenken über das Ausgegrenztsein kommen.

In Berlin gibt es dazu noch bis zum 28.11.2009 die Ausstellung Alle anders anders im Labyrinth Kindermuseum Berlin. Dort können Kinder viel zum Thema Anderssein entdecken, sie können hinschauen, fühlen, hinhören und sich auf Neues einlassen. Ob sie mit geschlossenen Augen einen Tisch decken, in Gebärdensprache einkaufen gehen, im Sprachlabor ungewöhnliche Schriften kennen lernen oder in der Fußgängerzone die unterschiedlichsten Menschen begrüßen können – Spaß ist nach dem Motto „Endlich anders anders sein!“ garantiert.

Und hoffentlich gehen alle Kinder nach Hause mit der Entscheidung:

Jeder ist ganz besonders und hat etwas, das für ihn typisch ist und ihn einzigartig macht. Alle sind nämlich anders anders.

Prima, hier gibt es also schon eine Respektkampagne in Berlin für die Kleinsten.

Christa D. Schäfer

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor:

Cyber-Mobbing – zwischen zwei Buchdeckeln

Montag, 28. September 2009 6:25

Es gibt Bücher, die gehen „unter die Haut“.
Das Buch, über das ich hier berichten möchte, ist so eines.
Es ist ein Buch über Cyber-Mobbing.
Aber dazu später …

In meinem ersten Blogartikel über Cyber-Mobbing habe ich bereits definiert, was dieser Begriff bedeutet. Er meint das über einen längeren Zeitraum stattfindende absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen anderer mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel. Die Kommunikationsmittel können ein Handy sein (SMS oder Anrufe) oder / und das Internet (Soziale Netzwerke, Video- und Fotoportale) Der Täter, auch Bully genannt, handelt meist anonym, so dass das Opfer nicht weiß, von wem die Angriffe kommen.

Seit 2007 liegt eine interessante Studie zum Thema Gewalt im Web 2.0 vor, dem Umgang Jugendlicher mit gewalthaltigen Inhalten im Internet sowie die rechtliche Einordnung der Problematik. Interviews mit Jugendlichen haben ergeben, dass Jugendliche heutzutage regelmäßig mit der Situation des Fotografiert- und Gefilmtwerdens konfrontiert sind und mit der Möglichkeit, dass diese Bilder veröffentlicht werden. Bei diesem Bildmaterial sind natürlich auch Szenen dabei, in denen die Jugendlichen in unvorteilhaften oder peinlichen Situationen zu sehen sind (schlafend, betrunken …). Werden diese Bilder durch Freunde oder in guter oder witziger Absicht ins Netz gestellt, so finden die Jugendlichen dies akzeptabel. Werden die Bilder als Racheakt ins Netz gestellt, so ist dies schmerzhaft. Mädchen empfinden dabei die Veröffentlichung derartigen Bildmaterials insgesamt sehr viel stärker problematisch als Jungen. Beide greifen in einem solchen Fall zu Relativierungsstrategien: „Das kann jedem passieren, dass mal solche Bilder erscheinen.“

Das jedoch ist kein Cyber-Mobbing im Sinne der obigen Definition. Die Webseite klicksafe.de, die sich mit Cyber-Mobbing beschäftigt, erwähnt acht Stufen des Cyber-Mobbings. Diese von Nancy Willard beschriebenen Ausprägungen des Cyber-Mobbings umfassen zunächst Beleidigungen und Beschimpfungen (Flaming) sowie die Belästigung des Opfers (Harassments), daran schließt sich das Anschwärzen, Gerüchte verbreiten (Denigration), das Auftreten unter falscher Identität (Impersonation), das Bloßstellen (Outing und Trickery) sowie der Ausschluss (Exclution) an. Abschließend finden das Phänomen im Cyberstalking (fortwährende Belästigung und Verfolgung) sowie im Cyberthreat (offene Androhung von Gewalt) seinen Höhepunkt.

So richtig kann man sich eigentlich nicht hineinversetzen in ein Cyber-Mobbing Opfer. Das neu erschienene Buch „Böses Spiel“ von Brigitte Blobel katapultiert den Leser in eine Cyber-Mobbing Welt. Svetlana Olga Aitmatowa, die 14jährige Hauptfigur des Jugendromans, stammt aus der Ukraine. Sie kommt als „Russlanddeutsche“ mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater nach Deutschland. Dort geht sie zunächst in Wohlstorf in die Schule, bis sie ein Stipendium erhält und auf das Internatsgymasium Erlenhof gehen darf. Nachdem sie sich darüber zunächst riesig freut, fängt der Trouble bald an. Es ist wichtig, Markenkleidung zu tragen – da kommt Svetlana nicht mit. Zudem arbeitet ihre Mutter zuerst in einer Fleischwarentheke im Supermarkt und dann als Putzfrau, auch das kommt bei Svetlanas Klassenkameradinnen und Klassenkameraden im Edelinternat nicht gut an. Als Svetlana dann aber auch noch zur besten Schülerin der Klasse wird, ist nichts mehr aufzuhalten.

Die Beleidigungen von Svetlana sind an der Tagesordnung, und dann kommen die ersten SMSen dazu. „Bei Achselschweiss: Alles über Seife und Deos bei ichstinke.de“ so das Beispiel von einer der ersten SMS’. Kurz darauf treten auch schon die höheren Eskalationsstufen des Cyber-Mobbing im Internet auf. Space Shuttle, Rosenstolz, Luzifer und Prinz Eisenherz (alles Tarnnamen) verbreiten Fotomontagen von Svetlana mit hässlichem Inhalt, wählen sie zum hässlichsten Mädchen im Gymnasium und kennen absolut keine Grenzen mehr.

Das von Brigitte Blobel für Leser ab 12 geschriebene Buch “Böses Spiel“ verdeutlicht, wie die Gesundheit von Svetlana sich immer weiter verschlechtert, wie sie in eine Depression rutscht, sich immer mehr selber fremd wird, und wie sie schließlich sogar zum Suicid bereit ist. Kein einfaches Buch, fürwahr, aber eben ein „unter die Haut gehendes“. Wenn das Thema Cyber-Mobbing auf dem Stundenplan steht, dann sollte dieses Buch als Begleitlektüre nicht fehlen.

Eine irreale Geschichte? Mitnichten.
Man denke nur an 13jährige Megan aus Missouri, die sich nach einer Cyber-Mobbing-Attacke erhängte.

Unterstützen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler bei Mobbing und Cyber-Mobbing bedingungslos!

Christa D. Schäfer

Thema: Allgemein, Literaturempfehlungen, Mobbingbearbeitung | Kommentare (0) | Autor:

Warum ein Mediation-Blog?

Freitag, 30. Mai 2008 15:51

Mediation heißt übersetzt Vermittlung und meint die Vermittlung in Konflikten – so die wirklich einfachste Definition. Soll das Mediationsverfahren genauer beschrieben werden, so ist das mitunter selbst für Experten nicht ganz einfach. Es muss an die Rolle einer Mediatorin bzw. eines Mediators gedacht werden, an die Ziele einer Mediation, die Vorteile, den Verlauf und die verschiedenen Anwendungsbereiche.

So gibt es beispielsweise den Bereich der Stadtteil-, Nachbarschafts- bzw. Gemeinwesenmediation, die Schulmediation, die Paarmediation und Mediation für Eltern, Familienmediation, Wirtschaftsmediation, Umweltmediation, Interkulturelle Mediation, Mediation am Arbeitsplatz und den Täter-Opfer-Ausgleich. Das Spektrum der Arbeitsweisen reicht von der Konfliktberatung bis zum umfassenden Konfliktmanagement. Die Verfahrensweisen der Mediation selber beinhalten viele Facetten, Methoden und Arbeitsweisen.

Heutzutage ist das Wort Mediation in vieler Menschen Vokabular übergegangen – auch wenn sie nicht genau wissen, was sich dahinter verbirgt. Vor einigen Jahren noch dachten viele Leute bei dem Stichwort Mediation an Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen, die den Geist beruhigen und sammeln helfen sowie bewusstseinserweiternd wirken.

Um mit den Entwicklungen im Bereich Mediation mithalten zu können, sollen in diesem Blog vielfältige Informationen gegeben werden. Über vielfältige Konflikte sowie Wege zu Möglichkeiten der Lösung nachdenken – auch das ist in diesem mediation-berlin-blog möglich. Sowohl Anfänger als auch Profis dürfen nützliche Hinweise und Tipps für ihre Arbeit erwarten.

Christa Schäfer

Thema: Allgemein, Emotionale Intelligenz, Familienmediation, Gemeinwesenmediation, Kommunikation, Konfliktberatung, Konflikte, Konfliktlösung, Konfliktmanagement, Konfliktprävention, Literaturempfehlungen, Mediationsverfahren, Mobbingbearbeitung, Nachbarschaftsmediation, Schulmediation, Stadtteilmediation, Systemischer Ansatz, Umweltmediation, Wirtschaftsmediation | Kommentare (6) | Autor:

best price for cialis ed canadian pharmacy cialis iop low price viagra viagra 100mg tablet