Beitrags-Archiv für die Kategory 'Emotionale Intelligenz'

Gemischte Gefühle?

Montag, 2. Januar 2012 15:59

Ja, gemischte Gefühle kann man schon haben am Anfang eines neuen Jahres … Man wünscht sich so Einiges, das im neuen Jahr in Erfüllung gehen soll. Man hat aber auch Befürchtungen, was da so alles auf einen zukommen könnte im frisch gebackenen Jahr. Gemischte Gefühle hat man jedoch nicht nur Anfang des Jahres, sondern sie sind ein Begleiter durch das ganze Jahr. Und mir werden dieses Jahr die Befos mit ihren gemischten Gefühlen Begleiter sein.

Befos?

Die Befos, die sind gleichzeitig fremd und vertraut, schräg, manchmal schüchtern und verlegen oder motzig und frech. Sie sind tiefgründig und albern und oft wundern sie sich, wie alles so ist. Das sagt jedenfalls die „Mutter der Befos“ Bettina Follenius zu den von ihr kreierten Gefühlskerlen.

Die Befos zeigen Gefühle, gemischte Gefühle. Es gibt 42 postkartengroße Gefühlskarten, die wunderbar in vielen Bereichen einsetzbar werden können, in Schule, Jugendarbeit, Mediation, Supervision, Seminaren, Trainings, Teambesprechungen, Beratungen, Coachings und vielem mehr.

Was sagen die Befos wohl, wenn ich Ihnen mitteilen, dass das neue Jahr gestartet hat?


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist bekannt, dass der Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen Voraussetzung ist für den Aufbau von positiven und zufriedenstellenden Beziehungen, deshalb ist auch der adäquate Umgang mit Emotionen ein wichtiger Baustein im Sozialen Lernen. In der Schule kann beispielsweise über die Gefühle der Befos gesprochen werden, die Karten können Anlass für Geschichten sein oder als Signalkarten im Sozialen Lernen genutzt werden.

Auch in Mediations-, Supervisions- oder Coachingsitzungen ist der Umgang mit Gefühlen ein ganz wichtiger. Da bringt manchmal eine Befo-Karte die Situation klar und deutlich auf den Punkt. In Seminaren können sie gut in Eingangs- oder Abschlussrunden eingesetzt werden.

Ich freue mich sehr, dass Frau Follenius, die Erfinderin der Befos, mir einige Fragen zu den Befos beantwortet hat:

Frau Follenius, wie sind Sie auf die Idee gekommen, die Befos zu erfinden?

In meinen Bildern habe ich schon länger an dem Spiel zwischen Gesichts/Gefühlsausdruck und Text gearbeitet. Mich interessiert dabei immer das nicht eindeutige, vielleicht auch überraschende, das die Betrachter zu eigenen Interpretationen einlädt. Gemischte Gefühle eben. Die Idee ein Kartendeck zu gestalten kam mir im Gespräch mit Kunden auf dem Kunstmarkt, die meine Bilder in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verwenden wollten. Und wie wesentlich es ist, Gefühle wahrzunehmen und damit umzugehen ist mir aus meiner langjährigen Arbeit als Lehrerin, Therapeutin und Coach sehr vertraut. Dabei hilft ein Medium wie die Karten sich dem Thema Gefühle zu nähern, am besten mit einem Augenzwinkern.

Wie alt sind die Befos schon?

Nach 6 Monaten Entwicklungszeit haben sie in dieser Form im September 2011 das Licht der Welt erblickt.

Was ist ihr Lieblingserlebnis mit den Befos?

Am Verkaufstand während der Tagung „Selbstwert und Persönlichkeit“ im November in Göttingen. Eine Gruppe von vier jungen Frauen, eine zieht eine verdeckte Karte und liest laut vor: „Igitt“, eine andere zieht eine andere Karte und antwortet: „Auch das noch“, und so geht es weiter mit witzigen und zum Teil absurden Dialogen. Einer fällt ein: “das wäre etwas für…“, „genau, das ist doch wie…“, einer anderen: „das würde ich Frau… gerne mal sagen“. Spontanes Theater, die Umstehenden amüsieren sich. Später erzählen mir die jungen Frauen, dass sie in der Ausbildung zur Erzieherin sind und sich die Karten z.B. für Reflexionsrunden wünschen, die Teil ihrer Ausbildung sind. Das war spontan und besonders lebendig. Aber ich habe schon so viele, ganz unterschiedliche schöne, witzige und anrührende Situationen mit den „Gemischten Gefühlen“ erlebt, dass ich darüber ein ganzes Buch schreiben könnte.

Liebe Frau Follenius,
besten Dank für das Gespräch.

Grob gesehen gibt es vier Grundgefühle: Freude, Wut, Trauer und Angst. Der PS-Psychologe Paul Ekman definiert Wut, Ekel, Angst, Freude, Traurigkeit und Überraschung als Basisemotionen und hat durch seine Forschungen Anfang der 1970er Jahre auf Papua-Neuguinea nachgewiesen, dass die dortigen Ureinwohner diese Emotionen mit ähnlicher Mimik ausdrücken wie Europäer oder Amerikaner. Andere Wissenschaftler zählen neben den bereits genannten auch die Neugier zu den Basisemotionen.

Den Gemischen Gefühlen hat die Süddeutsche Zeitung 2011 eine Serie gewidmet. Da geht es um Gemischte Gefühle als Triebkräfte unseres Lebens, um Gefühle wie Verachtung, Verwirrung, Eifersucht, Schadenfreude, Ekel, Nostalgie, Einsamkeit, Rache, Geborgenheit, Vertrauen und noch viel mehr …

Ich empfinde Gefühle, Emotionen, Stimmungen, Empfindungen als ein spannendes Feld. Allen, die gut mit ihren gemischten Gefühlen ins neue Jahr starten möchten, empfehle ich die Befos, zu bestellen unter … (einfach auf den roten Text klicken)

Christa D. Schäfer

Haben Sie schon einmal Gefühle aus Sand gesehen?

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Viel Freude und Glück für 2012

Montag, 2. Januar 2012 0:47

möchte ich Ihnen mit folgendem Gedicht wünschen,
das von Rainer Maria Rilke (1875-1926) stammt:

Freude ist unsäglich mehr als Glück,
Glück bricht über die Menschen herein,
Glück ist Schicksal -
Freude bringen sie in sich zum Blühen,
Freude ist einfach eine gute Jahreszeit über dem Herzen;
Freude ist das Äußerste, was die Menschen in ihrer Macht haben.

Herzlichst, Ihre
Christa D. Schäfer

 

Auch in diesem Jahr wird es natürlich wieder interessante Artikel zu Themen im Umfeld von Kommunikation und Konfliktmanagement im Spannungsfeld von Pädagogik und Mediation geben – schauen Sie also wieder rein …

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Ein kleines Stückchen Abstand …

Montag, 5. September 2011 6:57

Einige Leser dieses blogs haben bereits nachgefragt, warum in den letzten Wochen so wenig Neues hier zu lesen war. Das ist der Grund:

 

Diese Karte war mein Leitbild in den letzten Wochen. Sie stammt aus dem Kartenset „Sonnenstrahlen für Dein Herz“ von OUPS. 42 sonnige Gedanken sind in diesem Kartenset vereint. Karten, die wie immer bei Oups liebevoll gestaltet sind. Karten, die wie immer bei Oups in die Tiefe der Seele gehen und gut tun. Karten, die Herzensübungen mit Sozialem Lernen verbinden …

Auch für Sie alles Gute
wünscht Christa Schäfer

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Nach dem Krach dort auf den Hügeln

Donnerstag, 19. Mai 2011 8:46

will ich mich mit Hugo prügeln.
Erst ein Stoß und dann ein Tritt!
Ich bin sauer, gitt-igitt!
Immer muss der Doofi petzen,
unsern Lehrer auf mich hetzen …

Das ist ein Gedicht zum Thema „Wut“. Wut, das ist neben der Trauer, der Angst und der Freude eines der absoluten menschlichen Grundgefühle. Nach Wikipedia ist die Wut eine sehr heftige Emotion und häufig eine impulsive und aggressive Reaktion, ausgelöst durch eine als unangenehm empfundene Situation oder Bemerkung. Gegenüber dem Ärgern besitzt die Wut ein höheres Erregungspotential. Im Gegensatz zum Zorn ist die Wut näher dran am eigenen Ich.

Die Entstehung von Wut wird psychologisch analog zur Entstehung von Aggression erklärt. Die Triebtheorie von Sigmund Freud geht vom angeborenen Aggressionstrieb aus. Die Frustrations-Aggressions-Theorie sieht Aggressionen als Reaktionen auf Frustration und dementsprechend die Wut als Abreaktion der Aggression. Die Lerntheorie nach Albert Bandura stellt Aggression als erlerntes Verhalten und als Verhaltensmuster dar, das durch bestimmte Erfahrungen und das Lernen von Vorbildern antrainiert werde.

Immer wieder und immer häufiger gibt es Kids, die in bestimmten Situationen sehr aggressiv reagieren. Meist haben sie nicht gelernt mit eigenen und fremden Gefühlen gut umgehen zu können. Mit anderen Worten: Diese Kinder haben absoluten Nachholbedarf im Bereich des Umgangs mit Emotionen. Bereits vor langer Zeit hat Daniel Goleman den Begriff der Emotionale Intelligenz geprägt und darüber ein Fachbuch geschrieben.

In diesem Buch unterscheidet er fünf Kompetenzen, die Bestandteile der Emotionalen Kompetenz sind: eigene Gefühle erkennen und akzeptieren, Gefühle so handhaben dass sie der Situation angemessen sind, Emotionen beeinflussen um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, Empathie empfinden können, Beziehungen befriedigend leben können.

Howard Gardner (Psychologe an der Harvard School of Ecudation) prägte die dazu wichtigen Begriffe „Interpersonale Intelligenz“ und „Intrapersonale Intelligenz“ (Gardner, Howard: Multiple Intelligences: The Theorie of Practice. New York: Basic Books 1993.): Interpersonale Intelligenz ist die Fähigkeit, andere Menschen zu verstehen: was sie motiviert, wie sie arbeiten, wie man kooperativ mit ihnen zusammenarbeiten kann. Intrapersonale Intelligenz ist die entsprechende, nach innen gerichtete Fähigkeit. Sie besteht darin, ein zutreffendes, wahrheitsgemäßes Modell von sich selbst zu bilden und mit Hilfe dieses Modells erfolgreich im Leben aufzutreten.

Es scheint heute eindeutig, dass Emotionales Lernen einen Teilbereich des Sozialen Lernens darstellt und ein guter Umgang mit Agression und Wut in früher Kindheit oder auch später „erlernt“ werden kann. Ein wunderbares Buch, um konstruktive Bewältigungsprozesse von Wut und Aggression in Gang zu setzen, bietet das Buch “Spiele zum Umgang mit Aggressionen“ von Rosemarie Portmann. Dieses Buch enthält 152 einfache, aber auch komplexere Übungen für Kinder und Jugendliche. Es soll die Fähigkeit trainiert werden, wütende und aggressive Impulse beherrschen zu lernen und befriedigende Beziehungen zu anderen aufzunehmen und aufrecht erhalten zu können. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft, konstruktives und friedfertiges Konfliktlösungsverhalten zu praktizieren, soll durch die Übungen gefördert werden. Für jede Gelegenheit und jede Gruppe findet man in der Vielfalt der vorgeschlagenen Übungen eine geeignete und passende.

Das obige Gedicht ist übrigens der Übung „Gesammelte Wut“ (Buch S. 24) entnommen., und die Übung Nr. 37 „Ärgernisse“ möchte ich Ihnen im folgenden zur Nachahmung empfehlen:

Jedes Kind schreibt auf, was es in einer bestimmten Situation oder im Umgang mit bestimmten Personen am meisten ärgert. Anschließend zeichnet es auf ein Blatt Papier einen großen Kreis, in dem die „Ärgernisse“ nach ihrer Bedeutung als größere oder kleinere Segmente eingetragen werden.

Die Zeichnungen werden zunächst in Kleingruppen, zum Schluss in der Gesamtgruppe verglichen und diskutiert. Die Gruppe erfährt auf diese Weise vielleicht, wodurch sich einzelne geärgert fühlen – und aggressiv reagieren – und was alle ärgert und deshalb ganz dringend geändert werden muss. (Buch S. 43)

Natürlich können Sie diese Übung auch alleine oder im Team durchführen.
Alles Gute dafür wünscht Ihnen Christa D. Schäfer

Emotionen lösen Farben aus und Farben lösen Emotionen aus …..

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Ein Gefühl im Spannungsfeld zwischen Herz und Gesicht

Donnerstag, 20. Januar 2011 22:03

Ein Herz fragt leise das Gesicht:
„Was machst Du da? Ich seh’ es nicht.
Doch spür’ ich an den Reaktion
die angespannte Lage schon.“

ICH würde ja von Herzen lachen,
ach … könnt’ ich doch Gesichter machen …

 

Zwar ist das Jahr schon einige Tage alt, doch möchte ich Ihnen mit diesem Gedicht aus dem blog “Herzens-Monologe“ von Heike Petersen alles Gute für 2011 wünschen.

Christa D. Schäfer

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Halbmondwahrheiten und Konflikte

Montag, 22. November 2010 9:58

Halbmondwahrheiten, das ist ein Begriff, den Kemal geprägt hat. Kemal ist einer der 12 Männer, mit denen die Journalistin Isabella Kroth Interviews geführt und deren Geschichten sie aufgeschrieben hat. Halbmondwahrheiten, so heißt auch das Buch, über das ich hier berichten möchte.

„Türkische Männer in Deutschland. Innenansichten einer geschlossenen Gesellschaft“, so lautet der Untertitel dieses Buches und es ist ein bewegender Bericht über türkische Männer, über Probleme und Konflikte im Spannungsfeld eines türkisch-deutschen Lebensbildes. Das Buch schildert auch die Geschichte Kazim Erdogans, der vor vier Jahren eine Männergruppe in Berlin Neukölln gegründet hat. Dort können türkische Männer von 25 – 70 Jahren über ihre Probleme sprechen, über Schwierigkeiten in ihrer Familie, mit ihren Kindern und ihren Frauen, über Arbeitslosigkeit und das Leben in einem fremden Land. Viele der Männer schaffen es kaum, den Widerspruch zwischen ihrer traditionellen Männerrolle und der sie umgebenden Gesellschaft auszuhalten.

Ehrenmord, Zwangsheirat, Gewalt, das sind Begriffe, die oft mit muslimischen Männern in Verbindung gebracht werden. Dass Männer auch ganz schnell Opfer ihrer Situation werden und sein können, das zeigt uns Isabella Kroth in ihrem Buch „Halbmondwahrheiten“. Die Geschichten sind eindrucksvoll, spannend, erschütternd. Sowohl für PädagogInnen als auch für MediatorInnen ist dieses Buch ein absolutes Muss.

Kemal beispielsweise verbrachte seine Kindheit bei seinen Großeltern in der Türkei, in Ayvalik an der türkischen Ägäisküste. Im Alter von sieben Jahren wird er von seinen damals in Deutschland lebenden Eltern quasi nach Deutschland entführt. Sein Leben bleibt von Entwurzelung und Neuanfängen geprägt, mal in Deutschland, mal in der Türkei. Seit der Trennung von seiner Frau sind auch seine beiden Kinder getrennt, der eine Sohn wohnt bei ihm in Berlin, der andere bei seiner Frau in der Türkei.

Was dieses Leben für Probleme und Konflikte hervorruft, kann man ansatzweise ahnen; in Isabella Kroths Buch Halbmondwahrheiten kann man es nachlesen. Interkulturelle Kompetenz setzt auch Wissen voraus, und ein Stück davon kann man sich in diesem Buch erlesen. Hoffentlich habe ich Ihnen dieses Buch ans Herz legen können, denn ich wünsche ihm viele viele Leser. Viele Leser auch gerade aus Berlin, denn es schildert Geschichten, die uns in Berlin nahe sind, die uns aber verschlossen sind und von denen wir aber nichts wissen.

Passend dazu gibt es übrigens derzeit im Kreuzberg Museum in der Adalbertstr. 95A in Berlin noch bis zum 6. Februar eine Ausstellung, in der Lebensgeschichten von Migrantinnen aufgezeigt werden. Migrantinnen, das sind hier türkische Gastarbeiterinnen, die nach Deutschland gekommen sind, und es sind auch deutsche Frauen, die in der Türkei, in Istanbul leben.

„Die Geschichte einer Migration beginnt mit dem Abschied vom Leben in der alten Heimat, zurück bleiben Freunde und Familie. Wer diesen Schritt wagt, steht vor der Mammutaufgabe, sich in einem anderen Land zurechtzufinden, eine fremde Sprache zu lernen und den Alltag in einer Welt zu meistern, die auf völlig anderen Bräuchen und Sitten fußt.“ so der Tagesspiegel zu dieser Ausstellung.

„Die Männer wagen einen Tabubruch, indem sie offen über Schwächen, Fehler und manchen religiös oder traditionell begründeten Irrglauben sprechen. Polygamie, die Gedanken an einen Ehrenmord, Drogenhandel, Scheinehe – sie erklären, wie es dazu kommen kann. Ich will in den Geschichten nicht be- oder verurteilen, sie sollen ein Versuch sein, zu erklären; deshalb sind sie so wertneutral wie möglich aufgeschrieben. Wer nicht zuhört, wer zu schnell urteilt, dem bleibt jede Gesellschaft verschlossen. Die Männer geben Einblick in eine Gesellschaft, die wie von unsichtbaren Mauern umgeben zu sein scheint. Diese Männer haben sie durchbrochen.“ so Isabella Kroth in dem Vorwort zu ihrem Buch „Halbwahrheiten“. (S. 15)

Die hier angesprochene Form der Interkulturellen Kompetenz sollte für viele Menschen Vorbild sein: Im Umgang mit Menschen aus fremden Kulturen deren spezifische Konzepte der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens und Handelns erfassen und begreifen; frühere Erfahrungen frei von Vorurteilen mit einbeziehen und erweiteren. Das ist der Weg, den wir in einer interkulturell geprägten Gesellschaft gehen sollten.

Nicht nur MediatorInnen, die Interkulturelle Mediationen durchführen, dürfen dafür Experten sein.

Christa D. Schäfer

Thema: Emotionale Intelligenz, Konflikte, Literaturempfehlungen | Kommentare (0) | Autor:

Gesichter aus Sand

Montag, 30. August 2010 9:04

Was Sie hier sehen, sind Gesichter aus Sand.
Sie sind Teil einer Sandskulptur,
die dieses Jahr auf der Sandsation in Berlin gezeigt wurde.

Auch mit Sand kann man die emotionale Intelligenz ein Stück weit trainieren, deshalb:

Suchen Sie sich eines der Gesichter aus
und beantworten Sie dann bitte folgende Fragen
über die „Sandperson“, die Sie auf dem Bild sehen:

 

Wie alt ist die Person?
Was fühlt die Person?
Was denkt die Person?
Was hat diese Person erlebt?
Wie lebt diese Person?
Was für Träume hat diese Person?

Diese Übung trainiert die Perspektivübernahme
als einen Baustein des sozialen Lernens.

Viel Spaß mit Ihrer Sandperson
wünscht Christa D. Schäfer

Vor einiger Zeit gab es hier im Blog übrigens einen Artikel zum Thema “Gesichter als Jahreszeiten“

Thema: Emotionale Intelligenz, Soziales Lernen | Kommentare (0) | Autor:

6 billion others

Montag, 16. August 2010 7:36

- so heißt eine Ausstellung, die derzeit in Marseille gezeigt wird.

„It began with a helicopter breakdown in Mali. While I was waiting for the pilot to arrive, I spent an entire day talking with a villager. He told me about this everyday life, his hopes, his fears: his sole ambition was to feed his children. Taking a break from my work for a magazine, I found myself immersed in the most basic of concerns. The way he looked me straight in the eye contained no hint of complaint, demand or resentment. I had come here to work as a landscape photographer … but I had been captivated by his face, his words.“ (Yann Arthus Bertrand)

Das Projekt stammt von dem Fotografen Yann Arthus-Bertrand, den man durch seine Fotos und Fotoausstellungen „Die Welt von oben“ in der Zwischenzeit auch in Deutschland sehr gut kennt. 2003 haben Sibylle d’Orgeval und Baptiste Rouget-Luchaire die Projektarbeiten aufgenommen und 5.600 Interviewporträts in 78 Ländern von 6 Reportern drehen lassen. Ein brasilianer Fischer kam dabei genauso zu Wort wie ein australischer Rechtsanwalt, ein deutscher Künstler, ein Bauer aus Afghanistan und viele viele viele weiter. Alle haben dieselben 40 Fragen beantwortet: Was ist Ihre erste bewusste Erinnerung? Von was haben Sie als Kind geträumt? Was haben Sie von Ihren Eltern gelernt? Was möchten Sie gerne an Ihre Kinder weiter geben? Sind Sie glücklich und wie definieren Sie Glücklichsein? Was würden Sie in Ihrem Leben gerne ändern?

Äußerst interessant sind auch die Fragen zu Emotionen: Was ärgert Sie besonders und warum? Was war die schwierigeste Situation, die Sie in Ihrem Leben meistern mussten und was haben Sie daraus gelernt? Was würde Sie dazu bringen, jemanden umzubringen? Wie definieren Sie Liebe und denken Sie, dass Sie genug Liebe geben und empfangen?

Man muss sich vorstellen, dass es zu jeder der 40 Fragen 5.600 Antworten gibt von Frauen und Männern in 50 verschiedenen Sprachen aus 78 Ländern der Welt. Das ist wunderbar. Wer Menschen liebt, kann stundenlang zuhören und zuschauen. Da herrscht manchmal Verwunderung vor, manchmal Zustimmung oder Staunen. Es gibt Szenen, da möchte man mitweinen oder die Interviewten in den Arm nehmen, und es gibt andere Szenen, da muss man lächeln oder auch bei einigen Antworten richtig lachen.

Auf der englischsprachigen Webseite des Projektes „6 billion others“ kann man einige kurze Beispielsfilme mit Antworten zu Gefühlen wie Angst, Trauer, Ärger und Freude finde.

Über 6 Milliarden Menschen gibt es derzeit auf der Erde.
Wir sind alle unterschiedlich.
Wir alle haben unterschiedliche Erfahrungen und Geschichten.
Ist das nicht wunderbar?

Das Projekt passt so gut auch nach Berlin mit all seinen vielen unterschiedlichen Menschen, die natürlich auch ganz unterschiedliche Erfahrungen, Ansichten und Sichtweisen haben. Da heißt es stets, gut miteinander zu kommunizieren, Dinge auszuhandeln und Toleranz zu zeigen.

Christa D. Schäfer

Wenn Sie schauen wollen, wovor sich Kinder fürchten und was die tollsten Sachen sind, die ihnen passieren, dann finden Sie auch dazu Hinweise hier im blog.

Thema: Emotionale Intelligenz, Konflikte, Soziales Lernen, Veranstaltungen | Kommentare (0) | Autor:

Berliner Mediationstag 2011

Freitag, 13. August 2010 20:19

Der nächste Berliner Mediationstag wird am 08.04.2011 von Dr. Verena Kast (Zürich) gestaltet. Wer kennt sie nicht, die Schweizer Psychologin und Psychotherapeutin …

„Vom Umgang mit Emotionen“, so ist der Titel der Veranstaltung. Ärger, Wut, Angst, Scham, Neid und viele andere Emotionen spielen auch in Mediationssitzungen eine große Rolle. Ärger zeigt uns beispielsweise an, dass jemand über unsere Grenze gegangen ist oder uns nicht erlaubt, unsere Grenzen zu vergrößern. Angst sagt uns, dass wir von einer Gefahr ergriffen werden. Werden diese Emotionen nicht wahrgenommen, so kann auch deren Veränderungspotential nicht genutzt werden. Aber auch die positiven Emotionen wie Freude und Interesse sind starke Emotionen, die ihren Raum in der Mediation finden müssen, indem sie als robuste Ressourcen wahrgenommen werden.

Deshalb: Heftige Emotionen verstehen und damit umgehen können ist ein Schlüssel für eine erfolgreiche Mediation.

Ich war beim 4. Berliner Mediationstag dabei und freue mich bereits auf den 5. Berliner Mediationstag mit Verena Kast und ihre Gedanken zur Mediation. Besten Dank an Peter Knapp und Dr. Birgit Keydel für die Organisation.

Christa D. Schäfer

Thema: Emotionale Intelligenz, Veranstaltungen | Kommentare (0) | Autor:

Rob Birzas Gesichter als Jahreszeiten

Montag, 2. August 2010 8:55

Schiphol, Amsterdam Flughafen, Durchgang zum Gate B:

Vier große Plastikscheiben mit 1,50 m Durchmesser hängen an der Wand.
Sie sind von hinten beleuchtet und wechseln ihre Farbe, sie zeigen Gesichter.

Die Skulptur stammt von Rob Birza und trägt den Titel: Vier Jahreszeiten.
Kunst oder Kitsch?
Auf jeden Fall Gesichter.

Sie erinnern an eine Sonne oder den Mond.

Foto: Ch.D.Schäfer Foto: Ch.D.Schäfer
Foto: Ch.D.Schäfer Foto: Ch.D.Schäfer

 

Welches Gesicht ist der Frühling?
Welches der Sommer?
Welches der Herbst ?
Und welches der Winter?
Und warum?

Was meinen Sie …
fragt Christa D. Schäfer

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