Beitrags-Archiv für die Kategory 'Konfliktlösung'

Die Stopp-Regel-BuddYs

Montag, 14. März 2011 7:10

Stopp-Regel BuddYsder Anne-Frank-Grundschule in Berlin wurden im Februar 2011 zu Gewinnern beim buddY-Projekt des Monats !!

Das buddY-Projekt dient der Suchtprophylaxe und Gewaltprävention an Schulen. Die Stopp-Regel wurde von Thomas Grüner und Franz Hilt (siehe deren Buch im AOL Verlag) konzipiert. Sie sichert in aktuellen Situationen eines Schülerkonfliktes die Forderung eines Konfliktpartners nach Unterbrechung der jeweilig unerwünschten Handlung und verhindert so in den meisten Fällen die Eskalation eines Streits.

Wie oft wird auf dem Schulhof aus Spaß schnell Ernst. Erst wird ein wenig geschubst und Spaßkampf gespielt, dann fängt einer der beiden Kampfhähne an zu weinen und liegt am Boden. Da kann die STOPP-Regel helfen, indem nämlich derjenige, der nicht mehr weiter und stattdessen eine Grenze ziehen möchte „Stopp“ sagt. Daraufhin hat der andere Schüler die Pflicht in seinem Tun aufzuhören.

Damit dies auch gut klappt, gibt es an der Anne-Frank-Grundschule in Berlin die STOPP-buddYs. Die BuddYs unterstützen ihre MitschülerInnen bei der Um- und Durchsetzung dieser Regel. Sie verhandeln Regelverstöße und regen ihre Mitschüler zum eigenständigen Lösen ihres Konfliktes an. Wenn dies nicht zufriedenstellend gelingt, leiten sie die Kontrahenten zur Mediation weiter bzw. sorgen dafür, dass die KlassenlehrerInnen den Konflikt weiter bearbeiten. Ein Film gibt einen kurzen Einblick in dieses buddY Praxisprojekt.

Das Projekt der Stopp-Regel-buddYs wurde von Christine Spies konzipiert und wird jetzt von Birgit Breithaupt und Birgit Neumann weitergeführt. Ein Mal jährlich bewerben sich Schülerinnen und Schüler, um buddYs zu werden. Dann werden sie in einem workshop auf ihre Rolle und Tätigkeit vorbereitet und dann schließlich beginnen sie ihre Arbeit.

Die Konfliktbearbeitung wird so auf dem Schulhof der Anne-Frank-Grundschule von den Stopp-Regel-BuddYs übernommen. Die meisten Konflikte gelangen dadurch gar nicht mehr zu den PädagogInnen der Schule, sondern werden mit Unterstützung der BuddYs gelöst. Als Hüter der Stopp-Regel erhalten sie deshalb im Februar den buddY-Preis für das Projekte des Monats. Ich freue mich sehr, dass ich als buddY-Trainerin den Preis an die buddYs überreichen durfte.

Interessant fand ich in der Anne-Frank-Grundschule auch die Sprüche auf den Türen und Fenstern der Schule, die während eines Projekttages entstanden sind. So haben die Schülerinnen und Schüler der Schule jetzt Ihre Regeln zum Umgang miteinander sogar vor Augen.
Regeln in Schule Regeln an Schule Regeln in Schule

Gratulieren möchte ich an dieser Stelle auch Christine Spies, die mit ihrem neu erschienenen Buch „Wir können auch anders! Gefährlichen Entwicklungen bei Schülern vorbeugen“ für die Gewaltfreiheit in Schule einsteht.

Hoffentlich gewinnt die Stopp-Regel weiterhin viele Anhänger,
das wünscht sich Christa D. Schäfer

Falls Sie sich für BuddYs in der Berliner Oberschule interessieren …

Thema: Konfliktlösung, Konfliktmanagement, Konfliktprävention, Literaturempfehlungen, Schule in Berlin, Schulmediation | Kommentare (0) | Autor:

Frieden

Samstag, 25. Dezember 2010 14:51

„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“ Lukasevangelium, Kapitel 2, Vers 14

Ist Frieden Harmonie, die erreicht wird durch die Abwesenheit von Konflikten?

Johan Galtung nennt die reine Abwesenheit von Gewalt einen negativen Frieden. Ein positiver Frieden zeichnet sich nach Galtung durch die zusätzliche Abwesenheit von struktureller Gewalt aus. Johan Galtung ist norwegischer Mathematiker und Politologe, der die Friedens- und Konfliktforschung mit begründet hat. Er hat den 4. Berliner Mediationstag dieses Jahr gestaltet.

„Frieden bedeutet menschliche Sicherheit: ein menschenwürdiges Leben für alle, ohne Hunger und Not und mit Toleranz gegenüber dem anderen.“ Peter Croll, Direktor des Internationalen Konversionszentrums Bonn (BICC), eines der großen deutschen Friedensforschungsinstitute.

Eine allgemeingültige Definition von Frieden gibt es nicht und kann es nicht geben.

Der internationale UNESCO Bildungsserver D@dalos stellt Informations- und Unterrichtsmaterialien aus dem Bereich der politischen Bildung und Friedenserziehung zur Verfügung. Er definiert positiven Frieden als einen „zielgerichteten Prozess, in dem es darauf ankommt, dass Menschen mit ihrem Engagement versuchen, Konflikte mit gewaltfreien Mitteln auszutragen, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Demokratie zunehmend zu verwirklichen.“

Für Barack Obama, den Friedensnobelpreisträger von 2009, beinhaltet ein gerechter Frieden bürgerliche und politische Rechte sowie wirtschaftliche Sicherheit und Chancen.

Der Tagesspiegel beschäftigt sich in seiner Ausgabe vom Heilig Abend 2010 in dem Artikel „Nach innen und außen“ intensiv mit dem Thema Frieden. Hier kann man u.a. nachlesen, wie sich Frieden messen lässt, wo es Frieden gibt, wie friedlich Deutschland ist, ob es Frieden nur in Demokratien gibt, was den Frieden gefährdet, was man für Frieden braucht …

Ihnen wünsche ich ein friedliches Weihnachtsfest
und ruhige Tage „zwischen den Jahren“ …

Christa D. Schäfer

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Wieder Nachbarschaftsmediation im RTL

Montag, 9. August 2010 7:33

Letztes Jahr im Sommer kam Andreas Kolb und hat Nachbarschaftsstreit im Fernsehen durch Mediation gelöst, ich berichtete darüber. Dieses Jahr ist es Streitschlichter Franz Obst, der „im Einsatz“ ist.

Letzte Woche hatte er einen Konflikt zu bearbeiten, in dem ein Rentner in einer niedersächsischen Kleinstadt im Streit mit der gesamten Nachbarschaft lag. Er hat buchstäblich viele seiner Nachbarn terrorisiert und zwei Ehepaare haben in Folge dessen um eine Streitschichtung gebeten. Der Rentner selber war nicht an einem gemeinsamen Gespräch interessiert, eine Mediation (im Film wird von Schlichtung gesprochen) kam deshalb nicht zustande. Es gab stattdessen ein Konfliktcoaching bzw. eine Konfliktberatung zu sehen, bei der sogar zwei „Verhaltenstrainer“ zum Einsatz kamen, die den terrorisierten Ehepaaren gezeigt haben, wie sie sich deeskalierend und geschickt in den diesbezüglichen Krisensituationen verhalten können.

Diese Woche geht es um zwei befreundete Ehepaare, bei denen aus Freundschaft Feindschaft wird. Falls es Sie interessiert: Mittwoch Abend, den 11.8.2010 um 20:15 Uhr im RTL.

In Internet können Sie auf der Seite von RTL die Streitfälle jeweils 7 Tage lang nach der Sendung kostenfrei ansehen, danach sind sie für 0,99 € zum Anschauen herunterladbar.

An dieser Stelle möchte ich gerne meine Worte wiederholen, die in meinem Blogbeitrag zum Thema letztes Jahr den letzten Absatz bildeten:

Falls Sie in Berlin eine kostenfreie, auf Spendenbasis basierende Nachbarschaftsmediation suchen, so wenden Sie sich bitte an das MediationsZentrum Berlin. Und falls Sie ein Buch zum Thema Nachbarschaftsmediation suchen …, letztes Jahr ist das erste deutschsprachige Buch erschienen!

Christa D. Schäfer

Thema: Konflikte, Konfliktlösung, Konfliktmanagement, Mediationsverfahren, Nachbarschaftsmediation, Stadtteilmediation | Kommentare (5) | Autor:

Konflikte und Schlägereien im Sommerbad

Montag, 19. Juli 2010 8:07

Sommer 2009

Der größte Polizeieinsatz 2009 in einem Berliner Sommerbad fand am Columbiadamm statt, 50 Störer arabischer und türkischer Herkunft wurden dort von Polizisten vom Gelände geführt.

Juni 2010

Der erste größere Konflikt des Jahres 2010 findet im Sommerbad Pankow statt, im Bad an der Wolfshagener Straße. Ein 13jähriges Mädchen wird dort von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen.

10. Juli 2010

In Berlin Neukölln musste ein Sommerbad geräumt werden, weil sich zwei „konkurrierende Familienclans mit Migrationshintergrund“ dort im Freibad eine Schlägerei geliefert haben. Gegen 17 Uhr gingen zunächst einige Jugendliche aufeinander los. Ein Wachmann wollte schlichten und geriet zwischen dazwischen, er wurde verletzt. Daraufhin ließen die Berliner Bäderbetriebe das Bad vorsorglich räumen, weil eine Eskalation der Situation drohte, ca. 7.000 Besucher müssen das Bad verlassen. Als die Polizei kam, waren die meisten Menschen schon gegangen, wahrscheinlich auch die Jugendlichen, die die Schlägerei begonnen hatten, denn die waren nun nicht mehr auszumachen. Deshalb gab es auch keine größeren Verletzungen.

In der Folge dieses Vorfalls diskutiert Berlin heftig. Die Junge Union fordert eine Schließung des Neuköllner Sommerbads für eine Woche, damit ein „Lerneffekt“ eintreten kann. Die Neuköllner Partei Die Grünen fordert hingegen längere Öffnungszeiten, damit sich die Jugendlichen und deren Gemüter mehr abkühlen könnten. Das Sicherheitspersonal im Schwimmbad wurde jedenfalls erhöht. „Wir wollen nichts schönreden“, sagt M. Oloew (Sprecher der Berliner Bäderbetriebe), „bei der Hitze kommt es in vollen Bädern tatsächlich zu Aggressionen. Aber man soll auch nicht so tun, als befänden sich unsere Gäste mitten in Schützengräben.“

Die Aggressivität in Berliner Freibädern ist hoch: Pöbeleien, Drängeln, Provozieren, das ist keine Seltenheit. Oft, oder soll ich sagen meist, sind es Jugendliche arabischer oder türkischer Herkunft, die in den Streit verwickelt sind.

16. Juli 2010

Dieses Mal findet die Eskalation im Prinzenbad statt: Es gibt eine Schlägerei auf einer Liegewiese des Sommerbades Kreuzberg, das Wachpersonal versucht die Kontrahenten auseinander zu halten, ein vierjähriges Mädchen gerät zwischen die Fronten und erhält einen Schlag in den Bauch, die Sicherheitsbeamten sind im Anmarsch, die Kontrahenten fliehen, erneut muss ein Berliner Sommerbad gegen 19 Uhr geräumt werden, ca. 5.000 Besucher verlassen das Bad, die Tatbeteiligten sind weg.

Derzeit haben übrigens ca. 300 Berliner Hausverbot bei den Berliner Bäderbetrieben.

Interesse am Bericht eines Berliner Bademeisters, der sich vorzüglich mit Konflikten und „klaren Ansagen“ auskennt?

Mein Rat, auch wenn das Wetter derzeit wirklich drückend ist in Berlin … Erstens: Keep cool in der jeweiligen Situation und zweitens: Mehr Möglichkeiten für Schüler in Berliner Schulen auch alternative Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung zu lernen.

Christa D. Schäfer

Thema: Konflikte, Konfliktlösung | Kommentare (0) | Autor:

Fragen, Fragen, Fragen

Montag, 5. Juli 2010 6:02

Es gibt Konflikte, die bekommt man alleine leicht in den Griff, weil sie sich noch auf einer geringen Eskalationsstufe bewegen. Dann gibt es Konflikt, da ist es ziemlich heikel, sie zu lösen. Ja, und dann gibt es Konflikte, da wird es ganz ganz schwierig. Laut Friedrich Glasl gibt es 9 Eskalationsstufen im Konflikt: 1. Verhärtung, 2. Debatte, Polemik, 3. Taten statt Worte, 4. Images und Koalitionen, 5. Gesichtsverlust, 6. Drohstrategien, 7. Begrenzte Vernichtungsschläge, 8. Zersplitterung, 9. Gemeinsam in den Abgrund.

Wenn sich soziale Konflikte auf einer der ersten drei Eskalationsstufen befinden, so kann dies nach Glasl leicht durch Selbsthilfe, Nachbarschaftshilfe oder auch externe professionelle Prozessbegleitung geregelt werden. Ab Stufe drei bis einschließlich Stufe acht setzen laut Glasl dann Methoden der externen professionellen Prozessbegleitung sowie die Methode der Mediation an. (Friedrich Glasl: Selbsthilfe in Konflikten. S. 130). Egal ob ein Konflikt in Selbsthilfe oder durch professionelle Konfliktmoderation bzw. Mediation bearbeitet wird, wichtig ist es Fragen zu stellen und Antworten herauszufordern.

„Wenn wir andere Fragen stellen, werden wir andere Antworten finden.“
(Werner Heisenberg, deutscher Physiker)

„Wenn es trifft, reicht ein Satz.“
(Wolfram Jokisch, Erfinder der Sinn-ier Karten)

Fragen regen zum Nachdenken an, bieten Perspektivwechsel und neue Anreize. Fragen berühren, inspirieren und animieren, sich mit sich selbst, seinen Lebenszielen, seinem Umfeld und all den damit verbundenen wesentlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Fragen sind mal mehr, mal weniger einfach, manchmal frech, ungewohnt und überraschend. Fragen sollten stets wohlwollend und konstruktiv sein. Aber dennoch dreht sich das Denken auch trotz Fragen manchmal im Kreis und schicken in ein bekanntes Muster hinein.

Ich habe jetzt wunderbare Fragen entdeckt. Diese Fragen sind in Form der Sinn-ier Karten in Etuis zu verschiedenen Themen wie Entscheiden, Leben, Beruf, Herz, Beziehung, Genius usw. erhältlich. Sie können für private Zwecke, für Trainings/Coachings/Beratungen – sowie natürlich auch in der Arbeit mit Konflikten und im Mediationsbereich genutzt werden.

In meiner „Kostprobe“, einem Set mit 6 verschiedenen Etuis, gibt es beispielsweise Fragen zum Thema „Entscheiden“. Gerne möchte ich Sie an dieser Stelle mit Hilfe einiger dieser Fragen in einen Konflikt und dessen mögliche Lösung hineinführen, versuchen wir es.

Suchen Sie sich bitte zunächst einen Konflikt (oder eine Entscheidungssituation), für den bzw. die Sie gerne einen Impuls oder eine gute Lösung hätten. Lägen Ihnen die Karten vor, würden Sie aus dem Kartendeck „Entscheiden“ jetzt mehrere Fragen auswählen und mit Hilfe dieser Fragen beleuchten, was für Anregungen diese zum Konflikt geben, was durch die Karten in Gang kommt und wie das alles auf Sie wirkt. Da Ihnen die Karten (wahrscheinlich) nicht vorliegen, gebe ich Ihnen fünf Fragen vor, die Sie auf Ihren Konflikt anwenden können:

Bin ich Teil der Lösung oder des Problems?
Was fehlt, dass es gut wird?
Was hat dieses Problem mit mir zu tun?
Inwiefern habe ich die Lösung schon in mir?
Welche Entscheidung ist die zukunftsträchtigste?

Bitte setzen Sie sich in Ruhe mit einer Tasse Tee oder einem Kaffee und einem Blatt Papier oder einem Gesprächspartner und überdenken Sie die Fragen. Sie werden wahrscheinlich überrascht sein, was dadurch ausgelöst wird. Ich wünsche Ihnen übrigens alles Gute für Ihr Vorhaben, und falls Sie eine Supervisorin benötigen oder eine Mediatorin für Ihren Konflikt suchen, Sie wissen ja, wo Sie mich finden …

Die Sinn-ier Fragen und Impulse gibt es übrigens auch auf Postern. Fantastisch geeignet für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bietet sich das Sinn-ier Poster Genius an, das sich der Erforschung von Lebensmotiven und Zukunftsfragen widmet.

“Gut gefragt, ist halb gewonnen“
meint Christa D. Schäfer

Thema: Kommunikation, Konfliktberatung, Konfliktlösung, Literaturempfehlungen | Kommentare (1) | Autor:

Rocker schließen Frieden?!

Mittwoch, 9. Juni 2010 21:50

Nach meinen Berichten Teil 1, 2 und 3 heute die Neuigkeiten um den Rockerkrieg zwischen den Hells Angels und den Bandidos. „Rocker schließen Frieden“, so war vorigen Monat in den Nachrichten zu hören und in den Zeitungen zu lesen. Genau am 26. Mai 2010 haben sich nach etlichen Kämpfen in den letzten Jahren die Anführer der beiden Rockerclubs in einer Hannover Anwaltskanzlei getroffen, um Frieden zu schließen.

Vielleicht war es ein Versuch, die Diskussion um ein drohendes Verbot der beiden Clubs zu beeinflussen? Mit Sicherheit war der Versuch zur Friedensschließung jedoch auch ernst gemeint.

Die Präsidenten der beiden Rockergruppen erklärten, „dass nach mehr als zwei Monaten Vorbereitungszeit ein Weg zu einer künftigen Koexistenz gefunden wurde und der Konflikt zwischen beiden Clubs mit sofortiger Wirkung offiziell beendet ist.“ Wenn die beiden Präsidenten solch einen Schritt unternehmen, so hat das ein großes Gewicht. Ob dies allerdings reicht, und das Friedensversprechen auch an der Basis befolgt wird, bleibt abzuwarten.

Das Abkommen wurde mit allen relevanten Männern besprochen, und schließlich hat ein solches Abkommen in Skandinavien 1996 auch zum gewünschten Erfolg geführt. Nachdem dort sogar mit Kriegswaffen gekämpft wurde, vereinbarten Hells Angels und Bandidos ein Friedensabkommen, danach war Ruhe.

Bleiben wir also auch für Berlin optimistisch …
Christa Schäfer

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PeaceJam

Montag, 7. Juni 2010 6:40

Schon mal was von PeaceJam gehört?

PeaceJam will ermöglichen, dass sich eine neue Generation von jungen Menschen für einen Wandel in ihnen selbst, in ihren Gemeinschaften und in der Welt einsetzt. Inspiriert werden soll bzw. wird dieser Wandel von Friedensnobelpreisträgern.

13 Friedensnobelpreisträger haben sich bisher für dieses Projekt engagiert: Desmond Tutu, Jody Williams, Der Dalai Lama, Shirin Ebadi, Adolfo Pérez Esquivel, Rigoberta Menchú Tum, Oscar Arias, Máiread Corrigan Maguire, José Ramos-Horta, Aung San Suu Kyi, Betty Williams, Wangari Maathai und Sir Joseph Rotblat (2005 verstorben).

Jetzt ist das 2006 erschienene Buch zum Projekt „We Speak as One“ endlich als deutschsprachiges Buch im Concadora Verlag erschienen. Das zum Projekt PeaceJam verfasste Buch stammt von von Arthur Zajonc (amerikanischer Physikprofessor und Spezialist für Quantenoptik) und hat den wunderbaren Titel „Frieden ist machbar!“

13 FriedensnobelpreisträgerInnen werden im Buch mit ihrem Anliegen vorgestellt. Unter harten Bedingungen und Opfern haben sie sich für die Vision einer friedfertigen Welt und für Freiheit, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Solidarität eingesetzt. In einem knappen und dennoch berührenden Text erfährt man das Wesentlichste über jeden dieser „Friedenskämpfer“.

Stellvertretend für alle anderen Friedensnobelpreisträger möchte ich Aung San Suu Kyi vorstellen. Sie ist die Tochter des Revolutionsführers und Generals Aung San, der die Unabhängigkeit seines Landes Burma von Großbritannien erkämpfte, bevor er von den Militärs ermordet wurde. Suu fühlte bereits früh, dass ihr Land sie brauchte und sie schrieb bereits vor der Heirat an ihren zukünftigen Mann Michael Aris: „Alles, was ich verlange, ist, dass du mir hilfst, meine Pflicht zu erfüllen, wenn meine Landsleute mich rufen.“ Und tatsächlich errang 1990 bei demokratischen Wahlen in Burma die Nationale Liga für Demokratie (NLD) einen Erdrutschsieg. Aung San Suu Kyi war Vorsitzende der NLD. Die burmesische Militär-Junta erkannte jedoch den Sieg nicht an und inhaftierte die äußerlich zart wirkende Frau über zehn Jahre lang in ihrem eigenen Haus. Sie war eigentlich die neue Ministerpräsidentin Burmas. Dennoch wurde sie von der Außenwelt abgeschnitten und von ihren beiden Söhnen Alexander und Kim sowie ihrem Mann Michael Aris ferngehalten. 1999 starb ihr Mann in England an Krebs, während Aung San Suu Kyi in ihrem Haus in Burma festsaß. Daw Suu (Lady Suu), so wurde sie zu damaliger Zeit in Burma genannt, und „Eiserner Schmetterling“, so war ihr Spitzname. Aber auch wenn sie physisch abgetreten war von der politischen Bühne, so blieb sie in den Köpfen und Herzen ihrer Landleute stets präsent. Stets verband sie die politischen und materiellen Dimensionen revolutionärer Bewegungen mit einer spirituellen Dimension, buddhistisches Studium und Meditation wurden zu einem festen Bestandteil ihres Tagesablaufes während der Gefangenschaft. Im Interview mit PeaceJam wagte sie 1995 eine Erklärung für den schlechten Umgang der Menschen miteinander:

„Es mag daran liegen, dass sich die Menschen ihrer Moral nicht bewusst sind. Es gibt da eine bedeutende Stelle in dem berühmten altindischen Epos Mahabharata, die besagt, es sei doch erstaunlich, dass die meisten Menschen so handeln, als müssten sie niemals sterben – wo wir doch immer und überall vom Tod umgeben sind. Die meisten Menschen benehmen sich gerade so, als ob sie tun und lassen könnten, was sie wollten. Sie glauben, sie kämen mit allem ungeschoren davon und denken nicht an die Konsequenzen ihres Handelns. Da ist durchaus etwas Wahres dran.“ (S. 73 f.)

Die Geschichte von PeaceJam startete im Sommer 1994: Ivan Suvanjieff, amerikanischer Künstler und Musiker, hatte in dem Sommer Kontakt mit Mitgliedern einer Latino-Gang in Denver. Ihn faszinierte ungemein, dass diese jungen Menschen aus ärmlichen Verhältnissen, die harte Gewalt gewöhnt waren, ganz genau über Erzbischof Desmond Tutu Bescheid wussten und dessen Bemühungen um eine gewaltfreie Gesellschaft gut kannten. Suvanjieff entwickelte die Idee, Nobelpreisträger für die Arbeit mit Jugendlichen zu gewinnen, um diesen ein Gefühl für ein sinnorientiertes Leben und für Integrität in der Welt zu geben. Suvanjieff gewann Dawn Engle (Politikerin und Mitbegründerin der Colorado Friends of Tibet) als Partnerin für das Projekt und beide starteten im März 1996 mit dem ersten PeaceJam-Treffen.

Seit der Zeit haben über 150 PeaceJam-Treffen mit über 600.000 jugendlichen Teilnehmern stattgefunden, in Colorado, Costa Rica, Südafrika, Mexiko, Indien, Guatemala, Argentinien, Kenia und England.

Das Buch „Frieden ist machbar!“ sowie der zugehörige Film eignen sich hervorragend für die Arbeit in Schulen (z. B. den Ethikunterricht) und Universitäten (z.B. den Pädagogikfachbereich), und natürlich passt es auch wunderbar in Trainings zum Konfliktmanagement und zur Mediation! Aung San Suu Kyi hat in ihrem Land unglaubliche Zivilcourage bewiesen und sie gab den Jugendlichen bei den von ihr mitgestalteten PeaceJam-Treffen folgenden Rat:

„Stellt euch vor, ihr seid alt. Wie würdet ihr dann sein? Wenn ihr dann versucht, euer Leben aus Sicht eines alten Menschen rückwärts zu denken, dann werdet ihr eure heutigen Möglichkeiten besser zu schätzen wissen. Ihr werdet auch toleranter gegenüber alten Menschen sein, die euch jetzt engstirnig und beschränkt vorkommen mögen. Also denkt euer Leben rückwärts! Stellt euch euer eigenes Alter vor und versucht rückwärts zu leben, vom Alter bis zur Kindheit – wie der Zauberer Merlin es tun hätte sollen.“ (S. 74)

Bisher gab es noch keine PeaceJam-Veranstaltungen in Deutschland!
Berlin würde sich anbieten!
Wer hat Interesse und Energie, dieses Projekt nach Berlin zu holen?

fragt
Christa D. Schäfer

Frieden ist machbar!
Für jeden und überall!

Thema: Konflikte, Konfliktlösung, Konfliktmanagement, Literaturempfehlungen | Kommentare (12) | Autor:

Systemik und Mediation

Montag, 31. Mai 2010 5:28

Als systemische Beraterin habe ich stets auch den Blick auf die systemische Sichtweise in den verschiedensten Formaten zwischen Mediation, Supervision, Coaching und im Training. Oft werde ich gefragt, wie man die Grundlagen der verschiedenen systemischen Richtungen kurz und knapp beschreiben kann. Das fordert heraus, denn es ist wirklich nicht einfach …

Jetzt habe ich ein gutes Vorbild dazu gefunden und bin begeistert. András Wienands versteht es in seinem Buch „Einführung in die körperorientierte systemische Therapie“ in nur 18 Seiten die verschiedenen systemischen Perspektiven, von der zirkulären über die strukturelle, zur strategisch-lösungsorientierten, mehrgenerationalen, wachstumsorientierten, narrativen und phänomenologischen bis zur symbolisch-erfahrungsorientierten Perspektive verständlich und informativ darzustellen. Zu jeder dieser Perspektiven gibt es die wichtigsten theoretischen Hintergründe, einen Einblick in die Methoden und ein Beispiel. Das ist wunderbar.

Kurz möchte ich hier mit Wienands zusammen die strategisch-lösungsorientierte Perspektive darstellen, die in der Mediation die Grundlage unseres Tuns ist. Unter dem Begriff der Lösungsorientierung werden fünf verschiedene theoretische Ansätze subsumiert. Neben der Fokussierung auf Ausnahmen vom Problemerleben (Steve de Shazer und Insoo Kim Berg), der „Therapy as if“ (Paul Watzlawick), der „Fokused Problem Resolution Therapy“ (Palo-Alto-Gruppe um Richard Fisch, John Weakland usw.) und dem auf strategische Interventionen (Hausaufgaben) fokussierten Ansatz (Jay Haley) ist dies vorallem auch der ressourcenoriente Ansatz (Milton Erickson). Zusammenfassend lässt sich zu diesen Ansätzen mit Wiendands sagen:

„Der grundlegende Versuch der Lösungsorientierung besteht darin, den Fokus vom Problem zur Lösung zu verschieben. Statt die Ursachen für das Scheitern zu suchen, wird der Weg zur Lösung fokussiert. Angenommen, ein Klient möchte nach Italien fahren und kommt in die Beratung/Therapie, weil er bisher in Holland, Spanien und Rumänien gelandet ist, nicht jedoch in Italien. Ein lösungsorientierter Therapeut wird sich nicht darum bemühen, mit dem Klienten zu verstehen, wie das kommen konnte, dass er immer wieder am falschen Ziel angelangt ist. Er wird eine Landkarte ausbreiten und zusammen mit dem Klienten die Route nach Italien suchen. Übertragen bedeutet dies für die Therapie, dass der Aufmerksamkeitsfokus auf die Entwicklung, Stärkung und Förderung der Lösungmuster gerichtet wird.“ (S. 16 f.)

Und übertragen auf die Mediation bedeutet dies, dass wir auch hier zwar unter den „Eisberg“ schauen, dass jedoch die Vergangenheit ruhen kann und der Blick in die Zukunft geschärft wird. Die zwei (oder mehr) Streitparteien werden bei der Lösung eines sozialen Konfliktes in der Mediation auf ihre bisherigen Lösungsmuster schauen und darüber hinaus entdecken können, welche neu gedachte kreative und konstruktive Art von gelungenem Lösungsmuster ihnen gut tut. Eine gelungene Balance zwischen Problem- und Lösungsorientierung ist stets wichtig in einer gelingenden Mediationsarbeit. Und natürlich ist es immer wieder fantastisch zu erleben, wie ein Veränderungsprozess gelingt – da sind sich sicherlich alle MediatorInnen einig.

Empfehlen möchte ich Wienands Buch übrigens nicht nur wegen der hervorragenden Zusammenfassung der systemischen Perspektiven, sondern natürlich auch wegen den Darstellungen der innovativen Methoden der Körperpsychotherapie sowie den Ausführungen zur unterstützenden körperlichen Ebene in der Interaktion.

„Körperlichkeit“ in der Mediation, das haben manche MediatorInnen in Form von Standbildern, Aufstellungen oder ähnlichem für ihr Repertoire entdeckt. Dennoch ist dieser Aspekt noch sehr ungewohnt im Methodenrepertoire. Müssen wir den Platz dafür erst noch finden / suchen?! Oder ist das generell etwas, das in der Mediation nichts zu suchen hat?!

Ich jedenfalls arbeite gerne im Spannungsfeld zwischen Systemik und Mediation.

Christa D. Schäfer

Thema: Konfliktlösung, Konfliktmanagement, Literaturempfehlungen, Systemischer Ansatz | Kommentare (0) | Autor:

Ombudsmann am Flughafen Berlin Brandenburg

Freitag, 7. Mai 2010 22:28

Im Rahmen der Tagesspiegel-Beilage zum Richtfest des Terminals am Airport Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ (BBI, dem Hauptstadtflughafen“) wurde der Ombudsmann des Flughafens BBI („Der Mann von Zimmer 215“) vorgestellt.

Wolfgang Diedrich ist seit Januar 2010 Ombudsmann für den Dahme-Spreewald-Kreis. In seinem Büro im Rathaus Schönefeld bearbeitet er zwei Mal wöchentlich Anfragen aus dem Dahme-Spreewald-Kreis, aus Teltow-Fläming und dem südlichen Berlin. Mehr als 100 Beschwerden hat er seit Arbeitsbeginn in Schönefeld aufgenommen, viele der Anfragen betreffen den Schallschutz und die Lärmbelastung im Umfeld des Schönefelder Flughafens. Diedrichs Arbeit ist zunächst auf ein Jahr befristet.

Mit seiner Tätigkeit als Flughafen-Ombudsmann hat W. Diedrich bereits Erfahrung, denn er war schon in Düsseldorf für den dortigen Oberbürgermeister, den Flughafen und die betroffenen Anwohner der Ombudsmann für Auseinandersetzungen rund um den Flughafen. Derzeit ist er der einzige Ombudsmann für Flughafenangelegenheiten in Deutschland.

„Ein Ombudsmann erfüllt die Aufgabe eines unparteiischen Schiedsmannes.“ – so der Hinweis in der Internetenzyklopädie wikipedia.

Und auch in dem von mir mit herausgegebenen Buch zum Thema „Mediation im Gemeinwesen“ findet man einen Artikel zum Thema „Ombudsfrau, -mann, -rat und -stelle“, in dem es heißt:

„Ombudsfrauen und Ombudsmänner sind meist gut frequentierte Anlaufstellen für Beschwerden und Probleme in Institutionen und Dienstleistungsunternehmen. Wir begegnen Ombudsleuten aber auch in nationalen und internationalen Organisationen sowie auf politischer Ebene. Sie operieren ähnlich wie Schiedsstellen und Schlichter, ihre Dienst sind für die Rat und Vermittlung suchenden Personen kostenfrei.“

Die Ausgestaltung eines Ombudsamtes ist deutschlandweit nicht einheitlich geregelt. Erfahrene und kompetente Personen werden zum Ombudsamt berufen und gehen mit gewisser Unabhängigkeit und Autorität den eingehenden Beschwerden nach. Im Falle berechtiger Beschwerde versuchen Sie Abhilfe zu schaffen. In der Regel verpflichten sich die Einrichtungen, die die Ombudsstelle bestellt haben, den Schiedsspruch der Ombudsstelle anzunehmen.

Wußten Sie, dass es in Berlin einen Ombudsmann als „Sprachrohr für den Berliner Mittelstand“ gibt, dass das Wohnungsunternehmen GSW eine Ombudsfrau und die Ärztekammer Brandenburg eine Ombudsstelle eingesetzt hat, in Hamburg die Behörde für Bildung und Sport eine Ombudsfrau für SchülerInnenvertretung stellt und es sogar einen Internet Ombudsmann gibt?

Christa D. Schäfer

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Die Schule als Problem- und Konfliktfeld

Montag, 12. April 2010 9:38

Probleme und Konflikte sind normal und es wird sie immer geben.
Wichtig ist hingegen, wie mit ihnen umgegangen wird.
Schön wäre ein konstruktiver und kreativer Umgang …

Das sind einige meiner Standardsätze in der Konfliktlotsen- und Mediationsausbildung sowie in den Kursen zum Runden Tisch in der Familie. Jetzt habe ich ein Buch in die Hände bekommen, das voll von Problemen und Konflikten zum Thema Schule ist. “Ungehorsam im Schuldienst“, so heißt das Buch von Reinhard Stähling und Barbara Wenders aus dem Schneider Verlag Hohengehren.

Gehorsam war bzw. ist in den meisten Schulen noch immer oberstes Erziehungsziel. Da klingt es paradox, von PädagogInnen als “ungehorsam” zu sprechen.

Die Autoren des Buches interessierte, was hinter den Kulissen von Schulen passiert, wo „ungehorsame“ Lehrerinnen und Lehrer bei der Veränderung von Schule erfolgreich waren. Und es ist ihnen gelungen zu zeigen, dass gute Pädagogik geradezu Ungehorsam herausfordert, so resümiert Astrid Kaiser in ihrem Vorwort zum Buch. Da müssen pädagogische Handlungsspielräume ausgeweitet werden und Zivilcourage gegen bürokratische unpädagogische Richtlinien stehen. Mut und der Wille, für Kinder und Jugendliche einzugestehen, wird so zur absoluten Voraussetzung für dieses Handeln. Ein wunderbares Buch ist daraus entstanden, dem ich viele Leser wünsche.

Über ein Kapitel, das mich besonders berührt hat, möchte ich hier berichten. Wenn Kinder nicht in die Norm passen, ein Exkurs über den Widerstand gegen gymnasiale Selbstverständlichkeiten – so heißt die Ausführung. Barbara Wenders erzählt von Nelly, die von Geburt an eine Spastik hat, dagegen aber meist schon mehrere Gedankengänge weiter ist, wenn die anderen Kinder und Jugendlichen ihrer Klasse gerade zu denken beginnen. Das hat ihr geholfen, eine „normale“ Schule besuchen zu können, doch hatte Nelly immer das Gefühl, besser sein zu müssen als alle anderen, um in der Schule bestehen zu können. Von den ganzen Schwierigkeiten eine Schule zu finden, in dieser Schule in Ruhe arbeiten zu können und sich dort mit ihrem Dreirad als Fortbewegungsmittel bewegen zu können, möchte ich gar nicht berichten. Ich möchte lediglich einige Sätze Nellys zitieren, die sie am Ende ihrer Schulzeit rückblickend sagt:

„Auf so einer Schule, wie meine Grundschule eine war, wäre ich gerne länger geblieben. Dort gab es den Klassenrat, da haben wir gelernt, dass wir alle die gleichen Rechte haben. Auch ich durfte mich, im Gegensatz zur weiterführenden Schule, über meine Lehrer beschweren. Im Klassenrat haben wir gelernt, dass niemand bloßgestellt werden darf, dass jeder, der Hilfe braucht, sie auch bekommt. Für mich war nach ganz kurzer Zeit klar, dass ich immer jemanden hatte, der mir die Türen aufhielt. Dieser Dienst war im Klassenrat geregelt worden, und er funktionierte so selbstverständlich wie jeder andere Dienst auch.

Dann gab es auch noch Treppen vor dem Eingang. Wie sollte ich mit meinem Dreirad dort hinauffahren können? Die Schulleiterin hat vermutlich gegen Bauvorschriften verstoßen, als sie einfach Holzbohlen dorthin legte. Ich kam jedenfalls barrierefrei in die Schule. Als eines Tages ein anderes Kind mir drohte, mich von der Rampe zu stürzen, wusste ich, das kann ich im Klassenrat klären. Und es wurde geklärt.“ (Buch S. 75)

Eine überzeugendere Empfehlung für den Klassenrat kann es meiner Meinung nach doch gar nicht geben! Ich habe eine Praxishilfe zum Thema Klassenrat geschrieben, die Sie kostenfrei herunterladen können und nach der Sie einfach und unkompliziert den Klassenrat einführen können. Falls Sie ein Trainingseinheit zum Klassenrat buchen möchten, auch dies biete ich in einer Ein-Tages und Drei-Tages-Variante in Ihrer Schule oder in meinen Berliner Räumlichkeiten an – hier ein Bericht zu meinem Klassenratstraining in Wolfsburg

Ich hoffe darauf, dass viele Klassen den Klassenrat ebenso wie Nelly als Klärungsort für ein friedlicheres Schulleben kennenlernen … Christa D. Schäfer

Thema: Konfliktlösung, Konfliktmanagement, Konfliktprävention, Literaturempfehlungen, Soziales Lernen | Kommentare (0) | Autor: