Beitrags-Archiv für die Kategory 'Wirtschaftsmediation'

Rechtsschutzversicherung bietet Mediation an

Mittwoch, 23. September 2009 19:27

Jetzt wird die Methode der Mediation auch von den Rechtsschutzversicherungen ernst genommen. Die Allianz Rechtsschutzversicherung bietet seit August 2009 Mediation für Firmenkunden an. Gibt es Probleme mit Lieferanten, Streit in der Gesellschafterversammlung oder ähnliche Dinge, so können sich die betroffenen Unternehmer für eine Mediation entscheiden – anstatt in ein Gerichtsverfahren zu gehen.

Die Allianz hat dazu mit dem EUCON, also dem Europäischen Institut für Conflict Management eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Dadurch stehen jetzt 90 MediatorInnen in Deutschland den Allianz-Versicherten für das Verfahren zur Verfügung. Die EUCON berechnet für die Mediation einen Pauschalpreis. In versicherten Fällen tragen die Allianz Rechtsschutz sowie der Verfahrensgegner die Mediationskosten je zur Hälfte (Angaben sind der Pressemitteilung der Allianz entnommen).

Christa D. Schäfer

Thema: Mediationsverfahren, Wirtschaftsmediation | Kommentare (1) | Autor:

Vergleich für Eisbären Knut

Dienstag, 7. Juli 2009 22:23

Erinnern Sie sich noch an die Mediationsanfrage um den Berliner Eisbären Knut?

Knuts Vater Lars stammt aus dem Tierpark Neumünster. Damit gehörte auch Knut nach Neumünster und der dortige Tierpark wollte natürlich einen Teil der Einnahmen aus der Knut-Vermarktung abbekommen. Eine Mediationsanfrage wurde jedoch aus Berlin abgelehnt.

Danach hat sich Neumünster für eine Klage entschieden und wollte wissen, wie viel der Berliner Zoo durch Knut eingenommen hat. Als diese vor dem Landgericht verhandelt wurde, legte der Richter den Parteien einen Vergleich nahe. Mit einer Auskunftsklage werde Neumünster nicht durchkommen, so seine Aussage.

Nun haben sich der Berliner Zoo und der Tierpark Neumünster tatsächlich einvernehmlich geeinigt, dass Knut in Berlin bleibt und Neumünster dafür 430.000 € erhält. Damit tritt auch Neumünster die Rechte an dem Eisbären ab.

Also herzlich willkommen dem neuen Berliner, unserem Eisbären Knut !

Schauen Sie auch nach den ausführlichen Informationen zu diesem Vergleich oder zu meinen bisherigen Artikeln bezüglich der Mediationsgeschichte des Falls Knut.

Christa D. Schäfer

Thema: Konflikte, Konfliktlösung, Wirtschaftsmediation | Kommentare (0) | Autor:

Praxishilfe “Klassenrat”

Montag, 29. Dezember 2008 10:10

In Schulklassen können Probleme und Konflikte durch die Methode des Klassenrats in kreativer und konstruktiver Weise im Win-Win-Rahmen bearbeitet werden. Ebenfalls ist der Klassenrat eine Methode, die Konflikten und Gewalt vorbeugt und die Suchtprophylaxe mit einbezieht.

Viele Grundschullehrer müssen nach den Pausen erst einmal Konflikte zwischen Schülern klären, dadurch geht wertvolle Unterrichtszeit verloren. Wenn es einen Rahmen gibt, Konflikte untereinander zu besprechen und sich angemessen über Meinungsverschiedenheiten zu verständigen, nehmen Streitigkeiten ab. Dadurch verbessert sich die Atmosphäre in einer Klasse und es bleibt mehr Energie zum Lernen.

In Mittelstufenklassen geht es meist ausschließlich um die Vermittlung fachlicher Kompetenzen und es gibt meist gar keinen Rahmen mehr zur Klärung sozialer Konflikte im Klassenrahmen. Dadurch kann es leicht zur Verfestigung von Konflikte und zur Polarisierung der Klasse in verschiedene Gruppen kommen. Das soziale Miteinander wird von den SchülerInnen und Schülern als belastend erlebt und lenkt in Hochphasen nicht selten vom fachlichen Lernen ab.

Die Methode des Klassenrats bietet einen Rahmen, in dem Probleme gelöst, Konflikte besprochen, organisatorische Belange geklärt, Buddy-Praxisprojekte aufgebaut werden können und Demokratie erfahren werden kann. Jetzt gibt es eine Praxishilfe zum Klassenrat gratis zum Herunterladen auf der Webseite des Buddy e.V. Mit Hilfe dieser Praxishilfe können Pädagoginnen und Pädagogen diese Methode leicht in ihren Klassen einführen – damit ab 2009 die Konflikte in den Schulen konstruktiver und kreativer sowie im win-win-Verfahren gelöst werden können.

Christa Schäfer

Thema: Konflikte, Konfliktlösung, Konfliktmanagement, Konfliktprävention, Literaturempfehlungen, Mediationsverfahren, Schulmediation, Soziales Lernen, Wirtschaftsmediation | Kommentare (0) | Autor:

Knut vor Gericht

Dienstag, 28. Oktober 2008 10:49

Unser Berliner Eisbär Knut hat jetzt ein Aktenzeichen und einen Gerichtstermin. Im Streit um das durch Knut eingenommene Geld ist die vorgeschlagene Mediation leider nicht zustande gekommen. Stattdessen wird es am 19. Mai nächsten Jahres einen Gerichtstermin geben. Der Zoo Neumünster erwartet zunächst erst einmal Auskünfte über die Gewinne, die der Berliner Zoo durch Knut erwirtschaftet hat. Dann wird wahrscheinlich über eine Gewinnbeteiligung vor dem Landgericht Berlin gestritten.

Wer mehr darüber lesen will, kann gerne die beiden vorherigen Notizen zum Thema in diesem Blog ansehen.

Christa Schäfer

Thema: Konflikte, Konfliktlösung, Wirtschaftsmediation | Kommentare (0) | Autor:

Wozu braucht eine Mediatorin oder ein Mediator einen Businessroman?

Montag, 28. Juli 2008 8:18

Natürlich zur erfolgreichen Existenzgründung im Mediationsbereich!

Die Anzahl der in Berlin ausgebildeten bzw. arbeitenden MediatorInnen ist in der Zwischenzeit recht hoch. Alleine vom Bundesverband Mediation ist eine große Anzahl von MediatorInnen und AusbilderInnen für Mediation in Berlin anerkannt. Jährlich kommen viele dutzende Ausbildungsabsolventen dazu – und aus jedem Ausbildungsjahrgang gibt immer einige, die sich beruflich im Mediationsbereich selbständig machen wollen. Davon schaffen manche den Weg in ein erfolgreiches Unternehmen, andere scheitern recht schnell.

Das Buch “Die 7 Sünden beim Gründen“ aus dem Verlag Books on Demand ist für solche Situationen so etwas wie ein Geheimtipp. Den Autoren Reinhard Rossmann, Daniel Schandl und Thomas Fuchs gelingt es, komplizierte Unternehmensfragen in sieben Punkten einfach zusammenzufassen. Das Ganze liest sich wie ein Märchen aus 1001 Nacht, es ist wunderbare Unterhaltung, und es zeigt, dass die Spielregeln, die Konkurrenzfragen und die Anfängersünden für kleinasiatische Teppichhändler die gleichen sind wie für jeden Neuunternehmer in anderen Branchen. Im Buch begleiten wir Bara auf seinem Weg vom naiven Anfänger zum erfolgreichen Geschäftsmann. Natürlich kommen die fachlichen Informationen nicht zu kurz, und da sollten die sich in der Gründung befindlichen MediatorInnen genau hinschauen.

Als kleine Kostprobe die ersten zwei Todsünden im folgenden, die weiteren können natürlich im Buch oder auf der Internetseite zum Buch nachgelesen werden.

„1. Wer nicht schafft, im eignen Tun das Anders-Sein zu finden, wird in der Masse untergehen und vom Markt verschwinden!“ „2. Wem der Weg des Geldes bleibt verborgen, erntet letztlich nur Frust und Sorgen!“

Weitere nützliche Internetseiten zum Thema:
www.Existenzgruender.de
www.gruenderstadt.de

Falls Sie gerade dabei sein: Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Gründungsphase!

Da ich selber ausbilde und die Gründerphase bereits durchlaufen habe, können Sie sich bei Fragen zur Selbständigkeit in der Mediationsbranche natürlich auch gerne an mich wenden.

Christa Schäfer

Thema: Konfliktmanagement, Literaturempfehlungen, Wirtschaftsmediation | Kommentare (0) | Autor:

Knut bald vor Gericht

Samstag, 12. Juli 2008 9:55

so stand es in den Berliner Tageszeitungen am 10.07.2008. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass Knut etwas verbrochen hat – damit ist vielmehr gemeint, dass es keine gütliche Einigung zwischen dem Berliner Zoo und dem Zoo in Neumünster gibt bezüglich des Streits um das Geld, das durch Knut eingenommen wurde.

Jetzt gibt es erst einmal eine Auskunftsklage aus Neumünster, um zu erfahren, was Knut dem Berliner Zoo eingebracht hat. In der nächsten Stufe würde dann auf Zahlung geklagt, so Peter Drüwa, der Zoodirektor des Zoos in Neumünster. “Es gibt jedoch keinen Auskunftsanspruch, weil es auch keinen Zahlungsanspruch gibt”, so Joachim Gabler, der Anwalt des Berliner Zoos. Die Auskunftsklage wird gerade zugestellt, so die Information des Tagesspiegels.

Hier hatte ich schon mal zum Streit und zur möglichen Mediation um Knut geschrieben. Die Chance auf Mediation scheint jetzt aber leider verspielt zu sein.

Christa Schäfer

Thema: Konflikte, Wirtschaftsmediation | Kommentare (0) | Autor:

Was hat Knut mit Mediation zu tun?

Montag, 16. Juni 2008 1:08

Knut ist der immer noch süße Berliner Eisbär, der viele Millionen Besucher in den Berliner Zoo gezogen hat und in der Zwischenzeit zum Klimaschutzsymboltier geworden ist. Wegen Knut gibt es nun einen Konflikt, der entweder zur Mediation oder zum Gericht führen wird.

Knut gehört eigentlich dem Tierpark in Neumünster, denn laut Vertrag ist das erste geborene und überlebende Jungtier von Knuts Vater, dem Eisbären Lars aus Neumünster, Eigentum des Neumünsterer Tierparks. Deshalb erhebt dieser auch Anspruch auf einen Teil des 6,8 Millionen Euro betragenden Bilanzgewinns des Berliner Zoos.

Der Berliner Zoo-Vorstand Bernhard Blaszkiewitz führte jedoch Anfang Juni in einer Hauptversammlung vor Zoo-Aktionären in Berlin aus, dass er keinen Handlungsbedarf sieht. Die Anwälte des Berlines Zoos hätten festgestellt, dass der Zoo Neumünster keinerlei Rechte auf Beteiligun an den durch Knut eingefahrenen Gewinnen habe.

Peter Drüwa, der Chef des Tierparks in Neumünster, hat schon vor einiger Zeit dem Berliner Zoo eine Mediation angeboten: „Wir haben immer noch keine Antwort auf unser Angebot, sich außergerichtlich mit einem Mediator zu einigen und behalten uns weitere Schritte vor.“ Er ist jetzt dabei, die Entscheidung zu treffen, ob der Tierpark Neumünster sogar gegen den Berliner Zoo vor Gericht ziehen.

Mehr über den Konflikt um Knut gibts bei Der Tagesspiegel.

Warten wir ab, ob die Knut-Geschichte vor Gericht geht, oder ob die Parteien doch noch eine außergerichtliche Konfliktlösung durch Mediation finden.

Christa Schäfer

Thema: Konflikte, Wirtschaftsmediation | Kommentare (4) | Autor:

Warum ein Mediation-Blog?

Freitag, 30. Mai 2008 15:51

Mediation heißt übersetzt Vermittlung und meint die Vermittlung in Konflikten – so die wirklich einfachste Definition. Soll das Mediationsverfahren genauer beschrieben werden, so ist das mitunter selbst für Experten nicht ganz einfach. Es muss an die Rolle einer Mediatorin bzw. eines Mediators gedacht werden, an die Ziele einer Mediation, die Vorteile, den Verlauf und die verschiedenen Anwendungsbereiche.

So gibt es beispielsweise den Bereich der Stadtteil-, Nachbarschafts- bzw. Gemeinwesenmediation, die Schulmediation, die Paarmediation und Mediation für Eltern, Familienmediation, Wirtschaftsmediation, Umweltmediation, Interkulturelle Mediation, Mediation am Arbeitsplatz und den Täter-Opfer-Ausgleich. Das Spektrum der Arbeitsweisen reicht von der Konfliktberatung bis zum umfassenden Konfliktmanagement. Die Verfahrensweisen der Mediation selber beinhalten viele Facetten, Methoden und Arbeitsweisen.

Heutzutage ist das Wort Mediation in vieler Menschen Vokabular übergegangen – auch wenn sie nicht genau wissen, was sich dahinter verbirgt. Vor einigen Jahren noch dachten viele Leute bei dem Stichwort Mediation an Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen, die den Geist beruhigen und sammeln helfen sowie bewusstseinserweiternd wirken.

Um mit den Entwicklungen im Bereich Mediation mithalten zu können, sollen in diesem Blog vielfältige Informationen gegeben werden. Über vielfältige Konflikte sowie Wege zu Möglichkeiten der Lösung nachdenken – auch das ist in diesem mediation-berlin-blog möglich. Sowohl Anfänger als auch Profis dürfen nützliche Hinweise und Tipps für ihre Arbeit erwarten.

Christa Schäfer

Thema: Allgemein, Emotionale Intelligenz, Familienmediation, Gemeinwesenmediation, Kommunikation, Konfliktberatung, Konflikte, Konfliktlösung, Konfliktmanagement, Konfliktprävention, Literaturempfehlungen, Mediationsverfahren, Mobbingbearbeitung, Nachbarschaftsmediation, Schulmediation, Stadtteilmediation, Systemischer Ansatz, Umweltmediation, Wirtschaftsmediation | Kommentare (6) | Autor: